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09.03.10 11:17
Fanprojekt
Online Protest Note11.000 Unterstützer der Online-Protestnote 12 Tage nach dem Start unterzeichneten über 11.000 Personen die Protestnote des Kinder- und Jugendrings Sachsen e.V. (KJRS) gegen die Kürzungen in der Jugendhilfe Seit den späten Abendstunden des 22. Februar ist die Protestnote des Kinder- und Jugendrings Sachsen e.V. online. Bereits nach 24 h war die Tausender-Marke geknackt. Nun, 12 Tage nach dem Start sind es bereits über 11.000 Unterzeichnende, die mit ihrer Unterschrift ihrem Protest gegen die Kürzungen in der Jugendhilfe Ausdruck verleihen. Seit Anfang Februar ist klar, dass der Freistaat die Jugendpauschale, die überörtliche Jugendhilfe, die Freiwilligendienste, die Förderung des Ehrenamts und viele andere Angebote an Kinder und Jugendliche um einen zweistelligen Millionenbetrag kürzt. Nachdem die Landkreise ihre Zuwendungsbescheide Mitte Februar erhalten und zehn Gebietskörperschaften mittlerweile Widerspruch dagegen eingelegt haben, hielten die Landesverbände ihre Bescheide Ende Februar in den Händen. Diese dokumentieren existenzgefährdende Kürzungen im Bereich der Personal- und Sachkosten. Die Bewilligungsbehörde ließ darüber hinaus telefonisch verlauten, dass der gesamte Bereich der außerschulischen Bildung auf überörtlicher Ebene gestrichen ist. „Ehrenamtliches Engagement ist eine Grundlage für ein soziales Miteinander. […] Die Potenziale für bürgerschaftliches Engagement wollen wir noch besser erschließen. Soziale Arbeit sollte daher bereits Kindern und Jugendlichen als Erlebnis und Sinnerfüllung nahegebracht werden.“ Aussagen nicht etwa von freien Trägern, nein, eine Passage aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP. „Ist das unter Förderung des Ehrenamts zu verstehen, dass jungen Menschen, die sich eine Woche lang eine Basisqualifikation aneignen, um für den Freistaat mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu dürfen, dafür noch einen dreistelligen Teilnehmerbeitrag abzuverlangen, weil die Mittel für ihre Ausbildung gestrichen werden? Es ist ein unhaltbarer Zustand“, so André Schnabel, Vorsitzender des KJRS, „wie mit Ehrenamtlichen, aber auch Hauptamtlichen in der Jugendarbeit, die neuerdings gar ein Fünftel ihres Gehaltes selbst mitbringen müssen, umgegangen wird“ Mit den zahlreichen Protesten wollen der KJRS und andere Freie Träger erreichen, dass die Kürzungen im Bereich der Jugendhilfe zurückgenommen werden und sowohl die Staatsregierung als auch die politischen Verantwortungsträger in einen Dialog mit ihnen über die Gestaltung einer zukunftssicheren und weiterhin leistungsfähigen Jugendhilfe treten. Die nächste Aktion ist eine Protestkundgebung am 10.03.2010, ab 11. 00 Uhr vor dem Sächsischen Landtag.
Um die Protestnote auszufüllen klick bitte hier
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