Workshops

Jugendliche brauchen Anreize, Unterstützung und Erfolgserlebnisse, um ihre Fähigkeiten und ihr Wissen auszubauen. In verschiedenen Workshops werden „Denk-Anstöße“ vermittelt, die zum Nachdenken, Mitbestimmen und Mitgestalten anregen.

Wir bieten regelmäßig 3-tägige Projektwochen für Schulklassen an. Die Lerninhalte in der Projektwoche bauen aufeinander auf und werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern entsprechend umgesetzt. Während dieser Zeit erfolgt die Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch eine pädagogische Fachkraft bzw. durch externe Expertinnen und Experten im jeweiligen Fachgebiet.

 

  • Workshop 1: „Gewalt im Abseits“ (Konflikt- und Gewaltprävention)
  • Workshop 2 „Fair Play“ (Teamwork und Fairness)
  • Workshop 3 “VorbeigeRAUSCHt” (Doping im Sport und Alltag)

 

Neben den Projektwochen erprobt das Lernzentrum ein langfristiges Gewaltpräventionsprojekt mit der 121. Mittelschule “Johann Georg Palitzsch”.

  • “Kontrollierte Offensive”

Gewalt im Abseits

Das Modul zur Konflikt- und Gewaltprävention beinhaltet eine kritische, reflexive und kreative Auseinandersetzung mit alltäglichen Konflikt- und Gewaltsituationen.  Ziel ist vor allem die Gewaltprävention bzw. die Verminderung von bereits vorkommender Gewalt in den Schulen.

Die Schüler sollen lernen gruppendynamische Prozesse und Eskalationsstufen wahrzunehmen und gleichzeitig individuelle Vermeidungsoptionen kennen lernen.  Im Zentrum des Präventionsangebotes der Polizeidirektion Dresden stehen Fragen wie: Was ist Gewalt? Welche Formen von Gewalt gibt es? Wie verhalte ich mich in Gefährdungssituationen? Welche Handlungsalternativen habe ich gegenüber Gewalttätern? Welche Möglichkeiten der Zivilcourage gibt es und wo liegen die Grenzen?

Dieses Modul orientiert sich an den Bedürfnissen und Problemlagen der Klasse. Themen, wie beispielsweise Möglichkeiten der Deeskalation im Schulalltag, Selbst- und Fremdwahrnehmung und Konfliktbewältigung in Bezug auf aktuelle Themen (z.B. Mobbing, Ausgrenzung) können bearbeitet werden.

Je nach Thema erfolgen Rollenspiele und Übungssequenzen, in denen die Jugendlichen sich aktiv mit den unterschiedlichen Inhalten auseinandersetzen können.

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Fair Play

Welche Kommunikation findet in einer Gruppe statt? Wie koordinieren und kooperieren die Gruppenmitglieder untereinander? Wer koordiniert und wer lässt sich koordinieren? Wie kann eine gute Kommunikation schneller zum Ziel führen?

Ziel des Workshops ist es, die Gruppenstrukturen aufzudecken und sichtbar zu machen, um einen Einblick in die Interaktion der Gruppenmitglieder zu erhalten. Entscheidend bei diesem Lernmodul ist die Kommunikation untereinander, nur so können die Jugendlichen, die an sie gestellten Aufgaben gemeinsam lösen. Im gemeinsamen Spiel wird gezeigt, inwieweit die Gruppe als Ganzes miteinander agieren  kann, welche Rollen innerhalb der Klasse verteilt sind und welche Problemlösungsstrategien angewandt werden. Durch das Erkennen der Kommunikationsstruktur kann es im Alltag möglich sein Probleme zu vermeiden bzw. effektivere Lösungen zu finden.

Soziales Gruppentraining I

Jeder Schüler und jede Schülerin ist Teil sozialer Bezugsgruppen. Demzufolge wirkt jeder  – bewusst oder unbewusst – an gruppendynamischen Prozessen mit. Konflikte gehören zum jugendlichen Alltag. Konstruktive Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen sind sogar wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Dennoch kommt es nicht selten zu problematischen Handlungen und Verhaltensweisen in der Schule, auf dem Schulhof, im Sportverein und Jugendclub.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund ist das Ziel dieses Workshops, die zwischenmenschlichen Fähigkeiten der Schüler und Schülerinnen zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen dabei Übungen zur Interaktion im Klassenverband. Dabei geht es darum die Interessen und Bedürfnisse der anderen zu erkennen, die eigenen zu artikulieren und sie mit anderen abzustimmen. Teamfähigkeit sollte entwickelt und die Klasse als Gruppe gestärkt werden.

Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Kommunikation und Grenzen
  • Konfliktwahrnehmung und Konfliktlösung
  • Körperwahrnehmung
  • emotionale Wahrnehmung
  • Aufzeigen von Problemlösestrategien und Handlungsalternativen
  • Aufzeigen gelingender Interaktion in der Gruppe
  • Förderung sozialer Kompetenzen

Mittels spielerischer erlebnispädagogischer Methoden sollen die Inhalte erlebt, ausprobiert und dadurch erfahrbar werden. Die Gruppenübungen werden verknüpft mit Reflexions- und Transferphasen.

Die Methoden werden individuell der Gruppe und der Situation angepasst ausgewählt.

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Soziales Gruppentraining II

Welche Kommunikation findet in einer Gruppe statt? Wie koordinieren und kooperieren die Gruppenmitglieder untereinander? Wer koordiniert und wer lässt sich koordinieren? Wie kann eine gute Kommunikation schneller zum Ziel führen?

Ziel des Workshops ist es, die Gruppenstrukturen aufzudecken und sichtbar zu machen, um einen Einblick in die Interaktion der Gruppenmitglieder zu erhalten. Entscheidend bei diesem Lernmodul ist die Kommunikation untereinander, nur so können die Jugendlichen, die an sie gestellten Aufgaben gemeinsam lösen. Im gemeinsamen Spiel wird gezeigt, inwieweit die Gruppe als Ganzes miteinander agieren  kann, welche Rollen innerhalb der Klasse verteilt sind und welche Problemlösungsstrategien angewandt werden. Durch das Erkennen der Kommunikationsstruktur kann es im Alltag möglich sein Probleme zu vermeiden bzw. effektivere Lösungen zu finden.

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Projekt zu Fair Play und Fairness im Hygiene-Museum Dresden

Fair Play ist eine menschliche Haltung, die sich im achtsamen Verhalten gegenüber sich selbst, gegenüber anderen, aber auch gegenüber der Um- und Mitwelt ausdrückt. Fair Play beweist sich im Sport, aber nicht nur dort. Fair Play kennt Gegner und Auseinandersetzung, aber nicht Feind und Kampf um jeden Preis. Verhält sich ein Spieler schon allein durch das Einhalten der Regeln fair? Im Sport wie auch im sozialen Miteinander kann der Gegner durch Fairness zum Partner werden. Fairness als sportliche und moralische Grundhaltung ist in der heutigen Welt bedroht, nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Gleichzeitig bieten die Regeln der Fairness nachvollziehbare Möglichkeiten für eine Orientierung in einer Welt voller Konkurrenz.

Im Projekt lernen die Schüler und Schülerinnen den Facettenreichtum des Begriffs “Fair Play” kennen. Dabei geht es vor allem um das sogenannte informelle Fair Play, das über das Einhalten von Regeln hinausgeht. Ausgehend von den Inhalten der Sportausstellung des Deutschen Hygiene-Museum Dresden und anhand von Spielsituationen, die bewusst Konflikt- und Problemsituationen aufwerfen, werden eigene Erfahrungen gemacht und anschließend im Gespräch reflektiert.

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VorbeigeRAUSCHt

Die Wertschätzung des eigenen Körpers bzw. die Verantwortung gegenüber diesem, hängt wesentlich von den Werten und Verhaltensnormen in der Gesellschaft und im eigenen sozialen Umfeld ab.

In diesem Modul setzen sich die Schüler handelnd und reflektierend mit ihrem Körper und ihrer Gesundheit auseinander. Eigene Körpererfahrungen zum Beispiel durch interaktive Bewegungsmodule der Sportausstellung des Deutschen Hygiene-Museums und einer „Rausch-Rallye“ im Bereich Suchtprävention, werden genutzt, um die Schüler an eine verantwortungsbewusstere, gesündere Lebensführung heranzuführen.

Suchtprävention

In Kooperation mit dem Projekt Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention „no addiction“ der Diakonie – Stadtmission Dresden e.V. berücksichtigt das Lernmodul die soziale Funktion von „berauschenden Mitteln“ in Jugendgruppen und knüpft an jugendliche Lebenswelten an. Unser Ziel ist es, dass Jugendliche mit ihrem Körper verantwortungsbewusst umgehen und darüber Bescheid wissen, welche Folgen der jeweilige Konsum haben kann. Die Mitarbeiterinnen des Suchtpräventionsprojektes „no addiction“ versuchen dies über spielerische Methoden zu veranschaulichen. Mittels einer „Rausch-Rallye“ werden die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die Motorik und Koordination veranschaulicht. Hierbei absolvieren die SchülerInnen einen Geschicklichkeitsparcours, während mithilfe einer “Rauschbrille” ein Blutalkoholgehalt von 0,8 oder 1,3 Promille simuliert wird. Darüber hinaus möchten wir mit Jugendlichen ins Gespräch kommen. Dabei sollen das Freizeitverhalten, Konfliktlösungsstrategien und eigene Konsummuster reflektiert werden, so dass eine bewusste und kritische Auseinandersetzung mit der Thematik Alkohol, Drogen und Abhängigkeit erfolgt.

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Schneller, höher, weiter…Sieg um jeden Preis?
Projekt zum Thema Doping im Hygiene-Museum Dresden

Sport verbindet, fördert das Miteinander und schafft Gemeinsamkeiten. Aber im Leistungssport zählen nur die Höchstleistungen. Nur sie bringen das Geld und das Ansehen. Ein Sportler auf dem 4. oder 5. Platz ist schon ein Verlierer. Um diesen enormen Leistungsdruck standzuhalten, greifen Sportlerinnen und Sportler immer wieder zu verbotenen Mitteln. Das Streben, der Beste zu sein und gleichzeitig fair zu sein – es scheint oft utopisch. Doping ist ein Thema, das längst nicht mehr nur im Sport eine Rolle spielt.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Fragen, wie:

  • Gibt es eine natürliche Grenze der Leistungsfähigkeit, wenn ja – wo ist diese?
  • Woher kommt dieser Druck auf den einzelnen – auch in der Arbeitswelt und in  der Schule, perfekt zu funktionieren und ständig Höchstleistungen zu vollbringen?
  • Wie steht es mit Fairness und Chancengleichheit?
  • Sollte eine Freigabe von Dopingmitteln diese Chancengleichheit wieder herstellen?

In kleineren Arbeitsgruppen gehen Schüler und Schülerinnen der Problemstellung selbstständig nach und diskutieren dann im Plenum ihre persönlichen Meinungen und Positionen in Form von Pro- und Contra-Diskussionen und Rollenspielen. Dieser Perspektivwechsel ermöglicht ein kritisches Hinterfragen von möglichen Motiven zu Doping und Leistungssteigerung im Sport, aber auch in ihrer Lebenswelt.

Kontrollierte Offensive

Neben den Projektwochen findet in Kooperation mit der 121. Mittelschule das Langzeitprojekt “Kontrollierte Offensive” statt. Bei diesem Langzeitmodul handelt es sich um ein Affektkontrolltraining in Kombination mit Aikidoelementen. Ziel des Gewaltpräventionsprojektes ist es,  die Handlungskompetenz der Jugendlichen in konfliktreichen Situationen zu erhöhen, alternative Konfliktlösungsstrategien einzuüben und durch kooperative Elemente die Teamfähigkeit in der Gruppe zu stärken. Kontrollverluste sollen minimiert und die Frustrationstoleranz vergrößert werden.

  • Stärkung der Persönlichkeit
  • Selbstbehauptung
  • Erweiterung sozialer und kommunikativer Kompetenzen
  • Erkennen der eigenen Grenzen
  • Respektieren der Grenzen anderer
  • Kooperatives Verhalten, Solidarität und gegenseitige Achtung
  • Erweiterung der persönlichen Kompetenzen zur Konfliktvermeidung und -lösung

 

Ansprechpartner:

Nora Kohlenbrenner M.A.

Nora Kohlenbrenner M.A.

Position: Projektkoordinatorin Lernzentrum

Mobil: 0178 68 246 53

Telefon: 0351 48 520 49

Fax:0351 48 520 56

Email: n.kohlenbrenner@fanprojekt-dresden.de