Gremienarbeit

Die MitarbeiterInnen des Fanprojekt Dresden e.V. sind in zahlreichen Gremien und Netzwerken im Kontext des Themenfeldes Fußball vertreten bzw. haben diese mitunter auch erst ins Leben gerufen. Die Vernetzung mit anderen Institutionen ist ein zentrales Merkmal unserer Tätigkeit. Ziel ist es, in den konstruktiven fachlichen Austausch mit KollegInnen aus den verschiedenen Einrichtungen im jugendhilflichen Bereich zu treten. Die Basis dafür ist ein Netzwerk verschiedener Kooperationspartner.

Auf den nachfolgenden Seiten sind unsere zentralen Gremien und Netzwerkeinrichtungen beschrieben.

AG Streetwork

Arbeitsgemeinschaft “Aufsuchende Soziale Arbeit in Dresden” nach § 78 SGB VIII (kurz: AG Streetwork)

  • Fachgremium für Aufsuchende Soziale Arbeit in Dresden.
  • Einsatz für eine bedarfsgerechte Umsetzung Aufsuchender Sozialer Arbeit in Dresden im Sinne des SGB VIII
  • Die Mitwirkung an der Jugendhilfeplanung ist primäres Ziel des Gremiums.
  • Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Lobbyarbeit, hierbei insbesondere das Öffentlichmachen der Themen der Zielgruppen und das Bekanntmachen des Arbeitsfeldes und des Leistungsspektrums in der Öffentlichkeit (Transfer ins Fachamt).
  • Die Arbeit der AG basiert auf § 78 SGB VIII und ist ein freiwilliger Zusammenschluss gleichberechtigter Partner verschiedenster Projekte der freien und öffentlichen Jugendhilfe.
  • Der Arbeitsansatz der in der AG vertretenen Projekte ist als lösungs-, subjekt- und lebensweltorientiert zu beschreiben.

Das Fanprojekt Dresden ist seit Sommer 2010 Mitglied in der Fach-AG Streetwork.

BAG

Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG)

Das Fanprojekt Dresden e.V. ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG). Die BAG ist ist ein fachlicher Zusammenschluss von Fußballfanprojekten in Deutschland, die präventive, aufsuchende und sozialpädagogische Arbeit mit jugendlichen und heranwachsenden Fußballfans leisten. Sie ist sowohl ein Zusammenschluss als auch eine Interessensvertretung der MitarbeiterInnen der örtlichen Fanprojekte. Zielsetzung ist dabei die Schaffung einer Gemeinschaft, die sich, über örtliche Einzelinteressen hinaus, auch auf regionaler und bundesweiter Ebene für die Belange seiner Mitglieder einsetzt.

Die BAG ist derzeit in vier Regionalverbünde gegliedert (RV Nord, RV Ost, RV West, RV Süd), in denen regionalrelevante, fußballspezifische Themen und Angebote behandelt werden. Das Fanprojekt Dresden ist Mitglied im Regionalverbund Ost.

Die Grundsätze und die Organisationsstruktur sowie weitere Informationen zur BAG findet Ihr unter www.bag-fanprojekte.de

Fakten zu SVAK

Stadionverbotsanhörungskommission (SVAK)

Der Verein Dynamo Dresden hat eine Anhörungskommission für vom Stadionverbot betroffene Fans installiert. Sie wurde am 30.01.07 offiziell von der Geschäftsführung von Dynamo Dresden berufen. Das heißt, Fans mit Stadionverbot haben die Möglichkeit, bei der Kommission vorzusprechen, um ihre Situation zu schildern.  Unter Umständen kann das Stadionverbot verkürzt oder sogar aufgehoben werden, wenn die Kommission zu der Ansicht kommt, dass dies angezeigt ist und die Geschäftsführung des Vereins dieser Empfehlung der SVAK folgt.

Fakten zur Stadionverbotsanhörungskommission:

Mitglieder der SVAK sind:

  • Stadionverbotsbeauftragte/r des SG Dynamo Dresden e.V.,
  • Sicherheitsbeauftragte/r des SG Dynamo Dresden e.V,
  • Fanbeauftragte/r des SG Dynamo Dresden e.V;
  • ein/e Vertreter/in des Fanprojekt Dresden e.V. sowie
  • ein/e Vertreter/in aus dem Bereich der Jugendhilfe.

Was macht die SVAK?

  • Die SVAK wird von der Geschäftsführung (GF) von SG Dynamo Dresden berufen.
  • Die SVAK gibt den von Dynamo Dresden mit Stadionverbot (SV) belegten Personen bzw. denen die Erteilung eines SV droht, auf Antrag die Möglichkeit einer mündlichen Anhörung.
  • Die SVAK berät über die angehörten Fälle und spricht eine Empfehlung für die GF aus (z.B. Aufhebung eines SV; SV auf Bewährung aussetzen, evtl. unter Auflagen; Reduzierung eines SV, evtl. unter Auflagen). Die endgültige Entscheidung liegt jedoch weiter in den Händen der GF.

Wie kann man sich an die SVAK wenden?

  • Die Person, der die Aussprache eines (bundesweiten) Stadionverbots droht, erhält eine schriftliche Information über die Möglichkeit einer freiwilligen mündlichen Anhörung vor der SVAK.
  • In dem Anschreiben befindet sich die Adresse, an die innerhalb einer Frist von 14 Tagen der Antrag auf Anhörung zu stellen ist.
  • Die betroffene Person stellt einen formlosen schriftlichen Antrag mit der Bitte um eine mündliche Anhörung und der Schilderung der Situation.
  • Personen, die bereits ein von der SG Dynamo Dresden ausgesprochenes SV erhalten haben und diesbezüglich noch nicht von der SVAK angehört wurden, können sich eigeninitiativ mit einem formlosen Antrag an obige Adresse mit der Bitte um eine mündliche Anhörung und der Schilderung der Situation wenden.

Wer kann sich an die SVAK wenden?

  1. Wem von Dynamo Dresden die Aussprache eines SV droht
  2. Wer von Dynamo Dresden ein SV ausgesprochen bekommen hat

Diejenigen, denen von einem anderen Verein ein SV ausgesprochen wurde, können sich bei uns im Fanprojekt melden. Die Chancen stehen bei auswärtigen Stadionverboten zwar nicht so gut, dass sich daran was ändern lässt, aber wer sich ungerecht behandelt fühlt, sollte es auf jeden Fall versuchen.

KOS

Wer ist die KOS und was macht sie?

Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich absteckt. Derzeit werden an 42 Standorten in Deutschland 47 Fanszenen betreut.

Neben der Beratung und Begleitung der Fanprojekte in Deutschland steht die KOS den Fußball-Institutionen, der Politik, der Polizei und den Medien in Sachen professioneller pädagogischer Fanarbeit als beratende und informierende Instanz zur Verfügung. Die KOS wird zu zwei Dritteln vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zu einem Drittel vom Deutschen Fußball-Bund finanziert. Sie ist bei der Deutschen Sportjugend (dsj) in Frankfurt am Main angesiedelt und mit drei Referent/innen und einer Verwaltungsfachkraft besetzt.

Fanarbeit im Fußball – national und international

Mit der langjährigen erfolgreichen Tätigkeit der Fanprojekte in Deutschland hat der präventive Ansatz der sozialpädagogischen Arbeit mit Fußballfans zunehmend mehr Anerkennung erfahren. Neben der Koordination und Optimierung der nationalen Fanarbeit ist die KOS seit vielen Jahren auch international aktiv und organisiert im Verbund mit dem Netzwerk Football Supporters International (FSI) Fanbetreuungsmaßnahmen bei Fußball-Großveranstaltungen. Die größte Herausforderung auf diesem Feld war die Konzeption und Umsetzung des Fan- und Besucherbetreuungsprogramms zur WM 2006 in Deutschland.

Weitere Infos zur Fanprojektarbeit und zur Fußballfanszene allgemein findet ihr unter: www.kos-fanprojekte.de

Stadtteilrunden

Die Stadtteilrunden (STR) sind Arbeitsgemeinschaften von überwiegend öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe in Dresden. Weitere Mitglieder sind oftmals soziale oder kulturelle Vereine bzw. Initiativen und Kindertagesstätten. Die Grundlage für die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaften bildet v.a. § 78 KJHG (Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen neben ihnen die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe sowie die Träger geförderter Maßnahmen vertreten sind. In den Arbeitsgemeinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen).

Ziele:

  • Die Zusammenarbeit in der Stadtteilrunde dient der Qualifizierung, Planung und Koordinierung der sozialen und  kulturellen Arbeit sowie der Bildungsarbeit im Stadtteil.
  • Langfristig ist eine Verbesserung der sozialen Struktur und der Lebensqualität für Kinder, Jugendliche und Familien im Stadtteil angestrebt.

Inhalte:

  • Die Kontakte und Arbeitsbeziehungen der Einrichtungen bilden  die Grundlage für eine Vernetzung. Durch Austausch und Zusammenarbeit erhöht sich die Stadtteilkompetenz. Hinsichtlich der  Vernetzung sollen der Ausbau und die Nutzung des  ideellen und materiellen Ressourcenpools sowie die Entwicklung von Kooperationsprojekten hervorgehoben werden.
  • Gemeinsame punktuell stattfinde Aktionen im Stadtteil, wie das Stadtteilfest sollen der Aufwertung des Gemeinwesens dienen.
  • Neben der konkreten Hilfe macht es sich die Stadtteilrunde zur Aufgabe, Jugendhilfeplanung mit ihren Kompetenzen aktiv zu unterstützen und sich an gesellschaftlichen und kommunalen Diskussionen zu beteiligen. Im besondern soll sie auch die Stadtteilentwicklung mitgestalten.
  • Die im Gebiet angesiedelten Schulen und Kindertageseinrichtungen sollen in die Arbeit mit einbezogen und zu einer für beide Seiten befriedigenden Zusammenarbeit angeregt werden.
  • Qualitätsentwicklung und -sicherung gehören zu den Aufgaben der Stadtteilrunde und findet regelmäßig einmal pro Jahr statt. In diesem Sinne soll die Stadtteilrunde ebenso eine Plattform für den fachlichen Austausch zu stadtteilrelevanten Themen bieten. Hierfür können auch externe Fachkräfte hinzugezogen werden.

Umsetzung:

  • Die Mitglieder sollen  kontinuierlich an der Stadtteilrunde teilnehmen und sich aktiv in die Arbeit einbringen.
  • Die Zusammenarbeit soll von Vertrauen, Offenheit und Respekt vor der Eigenständigkeit der Projekte geprägt sein.
  • Die Arbeitsgrundlage soll kontinuierlich konkretisiert, weiterentwickelt und flexibel dem Bedarf im Stadtteil angepaßt werden.

Das Fanprojekt Dresden arbeitet stadtweit ist jedoch aufgrund der geografischen Lage des Fanhauses in der STR Dresden Friedrichstadt und Mitte Mitglied.