Die MitarbeiterInnen des Fanprojekt Dresden e.V. sind in zahlreichen Gremien und Netzwerken im Kontext des Themenfeldes Fußball vertreten bzw. haben diese mitunter auch erst ins Leben gerufen. Die Vernetzung mit anderen Institutionen ist ein zentrales Merkmal unserer Tätigkeit. Ziel ist es, in den konstruktiven fachlichen Austausch mit KollegInnen aus den verschiedenen Einrichtungen im jugendhilflichen Bereich zu treten. Die Basis dafür ist ein Netzwerk verschiedener Kooperationspartner.
Auf den nachfolgenden Seiten sind unsere zentralen Gremien und Netzwerkeinrichtungen beschrieben.
Das Fanprojekt Dresden ist seit Sommer 2010 Mitglied in der Fach-AG Streetwork.
Das Fanprojekt Dresden e.V. ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG). Die BAG ist ist ein fachlicher Zusammenschluss von Fußballfanprojekten in Deutschland, die präventive, aufsuchende und sozialpädagogische Arbeit mit jugendlichen und heranwachsenden Fußballfans leisten. Sie ist sowohl ein Zusammenschluss als auch eine Interessensvertretung der MitarbeiterInnen der örtlichen Fanprojekte. Zielsetzung ist dabei die Schaffung einer Gemeinschaft, die sich, über örtliche Einzelinteressen hinaus, auch auf regionaler und bundesweiter Ebene für die Belange seiner Mitglieder einsetzt.
Die BAG ist derzeit in vier Regionalverbünde gegliedert (RV Nord, RV Ost, RV West, RV Süd), in denen regionalrelevante, fußballspezifische Themen und Angebote behandelt werden. Das Fanprojekt Dresden ist Mitglied im Regionalverbund Ost.
Die Grundsätze und die Organisationsstruktur sowie weitere Informationen zur BAG findet Ihr unter www.bag-fanprojekte.de
Der Verein Dynamo Dresden hat eine Anhörungskommission für vom Stadionverbot betroffene Fans installiert. Sie wurde am 30.01.07 offiziell von der Geschäftsführung von Dynamo Dresden berufen. Das heißt, Fans mit Stadionverbot haben die Möglichkeit, bei der Kommission vorzusprechen, um ihre Situation zu schildern. Unter Umständen kann das Stadionverbot verkürzt oder sogar aufgehoben werden, wenn die Kommission zu der Ansicht kommt, dass dies angezeigt ist und die Geschäftsführung des Vereins dieser Empfehlung der SVAK folgt.
Diejenigen, denen von einem anderen Verein ein SV ausgesprochen wurde, können sich bei uns im Fanprojekt melden. Die Chancen stehen bei auswärtigen Stadionverboten zwar nicht so gut, dass sich daran was ändern lässt, aber wer sich ungerecht behandelt fühlt, sollte es auf jeden Fall versuchen.
Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich absteckt. Derzeit werden an 42 Standorten in Deutschland 47 Fanszenen betreut.
Neben der Beratung und Begleitung der Fanprojekte in Deutschland steht die KOS den Fußball-Institutionen, der Politik, der Polizei und den Medien in Sachen professioneller pädagogischer Fanarbeit als beratende und informierende Instanz zur Verfügung. Die KOS wird zu zwei Dritteln vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zu einem Drittel vom Deutschen Fußball-Bund finanziert. Sie ist bei der Deutschen Sportjugend (dsj) in Frankfurt am Main angesiedelt und mit drei Referent/innen und einer Verwaltungsfachkraft besetzt.
Mit der langjährigen erfolgreichen Tätigkeit der Fanprojekte in Deutschland hat der präventive Ansatz der sozialpädagogischen Arbeit mit Fußballfans zunehmend mehr Anerkennung erfahren. Neben der Koordination und Optimierung der nationalen Fanarbeit ist die KOS seit vielen Jahren auch international aktiv und organisiert im Verbund mit dem Netzwerk Football Supporters International (FSI) Fanbetreuungsmaßnahmen bei Fußball-Großveranstaltungen. Die größte Herausforderung auf diesem Feld war die Konzeption und Umsetzung des Fan- und Besucherbetreuungsprogramms zur WM 2006 in Deutschland.
Weitere Infos zur Fanprojektarbeit und zur Fußballfanszene allgemein findet ihr unter: www.kos-fanprojekte.de
Die Stadtteilrunden (STR) sind Arbeitsgemeinschaften von überwiegend öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe in Dresden. Weitere Mitglieder sind oftmals soziale oder kulturelle Vereine bzw. Initiativen und Kindertagesstätten. Die Grundlage für die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaften bildet v.a. § 78 KJHG (Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen neben ihnen die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe sowie die Träger geförderter Maßnahmen vertreten sind. In den Arbeitsgemeinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen).
Das Fanprojekt Dresden arbeitet stadtweit ist jedoch aufgrund der geografischen Lage des Fanhauses in der STR Dresden Friedrichstadt und Mitte Mitglied.