Seit April 2009 besuchen die MitarbeiterInnen des Fanprojekts regelmäßig den Jugendarrest in Dresden, um dort mit den Arrestanten u.a. Bildungsangebote zu unterbreiten. Als Kooperationspartner der Stadt Dresden sowie der Jugendarrestanstalt in Anbindung an die JVA Dresden beteiligt sich das Fanprojekt an dem Projekt „Festgesetzt und Angeschubst – der erzieherische Jugendarrest in Dresden“.
Hintergrund der Kooperation ist, dass „Fußball und Gewalt“ ein häufiges Thema unter den Arrestanten ist. Aus dieser Beobachtung heraus entstand die Idee, gemeinsam mit dem Fanprojekt ein punktuelles Angebot für diese Klienten zu gestalten und bedarfsorientiert im Arrest anzubieten, da das Fanprojekt über die notwendige Erfahrung und den Einblick in diesem Themenbereich durch die langjährige Arbeit mit jugendlichen Fußballfans verfügt.
Das Fanprojekt Dresden bietet jeden letzten Mittwoch im Abstand von zwei Monaten in der Arrestanstalt pädagogische Angebote in Form von sozialer Gruppenarbeit an. Der zeitliche Rahmen beläuft sich auf etwa zwei Stunden. Bedarforientierte Angebote können dann zur Verfügung gestellt werden, wenn es explizite Anfragen aus der Arrestanstalt gibt.
Jugendliche und Heranwachsende Arrestanten im Dresdener Jugendarrest, die vorwiegend einen Ungehorsamkeitsarrest, z.T. aber auch einen Dauerarrest, verbüßen und sich im durchschnittlichen Alter zwischen 15 und 25 Jahren befinden.
Das Projekt „Erzieherischer Jugendarrest in Dresden“ bietet gezielt flankierende Hilfestellungen in Form einzelner, kleiner Bausteine zur pädagogischen Ausgestaltung der Arrestzeit an, die zum Nachdenken anregen soll und/oder Kontaktmöglichkeiten zu bedarfsgerechten und vertiefenden Hilfesystemen schaffen, die über die Arrestzeit hinaus von den Jugendlichen und Heranwachsenden genutzt werden können.
Die Angebote sind niedrigschwellig gehalten und an die Interessen, Bedürfnislagen und individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten der Zielgruppe angepasst. Die Inhalte und Methoden richten sich u.a. nach den Fehlverhalten der Arrestanten, um so entsprechend den Bedarfen Alternativen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Ansprechpartner:
Position: Soziologin / Kulturwissenschaftlerin
Mobil: 0177 33 032 78
Telefon: 0351 48 520 49
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