Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    wirkt!-Siegel PHINEO 2019

Kurz gefasst, Teil 2: Bußgeldkatalog und Verlängerung der Ausgangsbeschränkung

Zusätzlich zu den Ausgangsbeschränkungen hat Sachsen jetzt einen Bußgeldkatalog erlassen. Im Bußgeldkatalog ist festgelegt, welche Strafe es für welchen Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung gibt. Außerdem wurde die Ausgangsbeschränkung bis 20. April verlängert. Der Bußgeldkatalog tritt in Kraft ab dem 01. April. Er gilt in ganz Sachsen.

Folgende Bußgelder wurden heute benannt:

  • Verlassen der Wohnung/des Hauses ohne triftigen Grund: 150 €
  • Verstoß gegen Besuchsverbot von Krankenhaus oder Pflegeheim: 500 €
    (Betrifft die Besucher)
  • Besucher in ein Krankenhaus oder Pflegeheim hereinlassen: 500 bis 1000 €
    (Betrifft die Verantwortlichen)
  • Außerdem kann die Polizei ab 01. April Verwarnungsgelder in Höhe von bis zu 55 € aussprechen.

    Über die weiteren Bußgelder informieren wir Euch, sobald diese veröffentlicht wurden.

    Es gibt aber auch eine Lockerung: Es ist jetzt im Ausnahmefall erlaubt, das Haus mit maximal einer Person zu verlassen, die nicht in eurem Haushalt wohnt. Dies bezieht vor allem auf die Unterstützung für Seniorinnen und Senioren.

    Bleibt gesund und passt auf Euch auf,

    Euer FP-Team

    Kurz gefasst! Wichtiges zur Corona-Pandemie.

    In den letzten Tagen haben Bund und Länder verschiedene Maßnahme ergriffen, um das Corona-Virus einzudämmen. Es gibt viele Regelungen, die den Alltag beschränken. Es gibt aber auch Maßnahmen, die finanzielle Hilfe leisten. Die einzelnen Bundesländer setzen diese Dinge unterschiedlich um. Deshalb haben wir einige wichtige Maßnahmen, die uns hier in Sachsen betreffen, kurz und übersichtlich zusammengefasst:

    1. Was heißt Ausgangsbeschränkung?
    Ihr dürft euer Haus nur verlassen, wenn es einen wichtigen Grund dafür gibt.

    Wichtige Gründe sind:

    • Weg zur Arbeit/Ausbildung,
    • Weg zum Arzt,
    • Weg zum Einkauf,
    • Hilfe für kranke und alte Menschen,
    • Besuch Ehe- oder Lebenspartnern,
    • wichtige Termine mit Ämtern oder Gericht oder
    • zur Versorgung von Tieren.

    Es gibt aber auch Ausnahmen: Ihr dürft spazieren gehen und Sport im Freien machen, jedoch nur in der Nähe eurer Wohnung. Erlaubt ist dies aber nur

    • alleine,
    • mit Menschen aus eurem Haushalt (WG oder Familie, mit der ihr unter einem Dach wohnt) oder
    • eurem Partner bzw. eurer Partnerin.
    • KORREKTUR: Es darf keine Person dabei sein, die nicht in Eurem Haushalt lebt. Ihr dürft nur mit maximal 5 Menschen aus Eurem Haushalt oder Eurem Partner bzw. Eurer Partnerin raus.
    • Insgesamt dürft ihr nicht mehr als 5 Leute sein.

    Sicherheitsabstand: Wenn ihr draußen seid, müsst ihr einen Sicherheitsabstand von 1,5 m zu anderen Menschen halten, damit ihr euch nicht ansteckt.

    Kontrolle: Wenn ihr unterwegs seid, kann euch die Polizei fragen, was ihr draußen macht. Dann müsst ihr es erklären. Dabei kann euch euer Ausweis, ein Zettel vom Arbeitgeber oder vom Arzt helfen.

    Strafe: Wenn ihr gegen diese Regeln verstoßt, droht euch eine Geldstrafe oder bis zu 2 Jahre Gefängnis!

    In Nordrhein-Westfalen gibt es auch schon einen Bußgeldkatalog. Sollte es in Sachsen demnächst auch einen geben, informieren wir euch!

    Für Fragen zur Allgemeinverfügung (also auch zur Ausgangsbeschränkung) gibt es die Corona-Hotline: 0800 100 0214 (Mo. bis Fr. 7 bis 18 Uhr, Sa. und So. 12 bis 18 Uhr).

    2. Welche finanzielle Hilfe gibt es für Selbstständige?

    • In Dresden gibt es 1000 € Soforthilfe für Selbstständige. Diese kann man hier beantragen. Es gibt auch eine Hotline für Fragen und weitere Infos: 0351 488 8726 (Mo. bis Fr. 8 bis 18 Uhr).
    • Außerdem können Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmen Hilfe über das Projekt “Sachsen hilft sofort” erhalten. Die Sächsische Aufbaubank bietet hierzu Darlehen bis maximal 50.000 EUR. Informationen zu “Sachsen hilft sofort” gibt es hier.

    3. Welche finanzielle Hilfe gibt es außerdem?

    • Die Bundesregierung hat den Zugang zu Grundsicherung erleichtert. Menschen ohne oder mit zu geringen Einkünften können Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beantragen. Wer ab dem 1. März bis einschließlich zum 30. Juni 2020 einen Neuantrag auf Grundsicherung stellt, für den entfällt für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung. Man muss aber erklären, dass man kein erhebliches Vermögen hat.
    • In den ersten 6 Monaten werden die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Außerdem hat sich der Kinderzuschlag erhört. Wer eigentlich selbstständig ist, kann das auch beantragen. Die Selbstständigkeit kann weiter laufen. Weitere Informationen und Anträge gibt es hier.
    • 4. Welche medizinische Hilfe gibt es?

    • Für medizinische Fragen gibt es das Info-Telefon vom Gesundheitsamt Dresden: 0351 488 5322 (tägl. 8 bis 16 Uhr).
    • Wenn ihr glaubt, dass ihr Symptome von Corona habt, dann wendet euch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117.

    Wir sind weiter für Euch da und halten Euch auf dem Laufenden!

    Übrigens: Die Dresdner Anwältin Linda Röttig hat einen Rechtstipp zu den aktuellen Regelungen während der Corona-Pandemie erstellt, der einen guten Überblick bietet. Diesen findet ihr hier.

    Bleibt gesund!

    Das, was zählt

    Wir werden in den nächsten Wochen auch für alle (jungen) Dynamo-Fans ansprechbar sein, die Beratungsbedarf bzw. ein Problem haben oder die einfach reden möchten. Ihr erreicht Willi (0176 235 99 404), Claudia (0173 392 28 68) oder Christian (0163 49 740 11) von Montag bis Freitag immer von 10 bis 16 Uhr, egal ob per Signal-Messenger oder Telefon. Gleichzeitig rufen wir unsere E-Mail-Adressen weiterhin ganz regelmäßig ab. Ab Mai ist auch Ronald wieder zurück aus der Elternzeit und erreichbar. Wenn euch der Schuh drückt, sind wir für euch da!

    In der aktuellen Zeit verändern sich innerhalb weniger Stunden, Tage und Wochen viele Dinge, die für uns seit Jahrzehnten völlig normal waren, egal ob im Arbeitsleben, in der Schule oder beim teils irritierenden Besuch der Kaufhalle um die Ecke. Freies Reisen über Grenzen hinweg, ein regelmäßiges Einkommen oder mit Kindern auf den Spielplatz zu gehen sind für viele Menschen plötzlich keine Selbstverständlichkeiten mehr.

    Die „Corona-Krise“ wird vorbei gehen und die meisten Menschen werden das Glück haben, sie unbeschadet zu überstehen. Es wird aber auch zahlreiche Personen geben, auf die das nicht zutreffen wird, die persönlich oder in ihrem unmittelbaren Umfeld gravierende Auswirkungen durch das Virus zu spüren bekommen werden. Von Behörden, Politik und Wissenschaft wird momentan auf allen Ebenen versucht, für diese Thematik zu sensibilisieren und eine Ausbreitung zu verlangsamen. Dazu werden von staatlicher Seite auch zunehmend Maßnahmen ergriffen, die massiv in die Grund- und Freiheitsrechte aller Menschen eingreifen. Ausgangssperren werden längst diskutiert oder ganz aktuell in Bayern und Freiburg auch schon umgesetzt, andere europäische Länder haben den Ausnahmezustand verhängt. In Italien, dem Land mit den meisten Todesfällen (aktuell über 3.400!), werden Verstorbene aus Bergamo mit Militärfahrzeugen abtransportiert, da lokale Behörden mit der schieren Menge nicht mehr umgehen können.

    Nur Vernunft und Achtsamkeit, Respekt und Solidarität scheinen noch der Ausweg zu sein, um schärfere Maßnahmen zu verhindern. Was macht dies mit unserer Gesellschaft? Wie lange kann ein ganzer Kontinent im Krisenmodus verweilen und werden wir in absehbarer Zeit zu dieser für selbstverständlich gehaltenen Normalität zurückkehren, die es vor der Verbreitung des Virus gab und die mittlerweile so erstrebenswert scheint?

    In der derzeitigen Situation kann von jedem einzelnen (Dynamo-)Fan etwas Gutes getan werden. Neben der Rücksichtnahme und der Beachtung der von Wissenschaft und Behörden empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen kann auch aktiv dazu beigetragen werden, dass vor allem Menschen aus der Risikogruppe diese Phase unbeschadet überstehen. Ihr habt Personen in eurem Hauseingang oder als Nachbarn, die vielleicht schon ein gehobenes Alter haben, allein oder alleinerziehend sind, die an einer chronischen Krankheit leiden oder mit der derzeitigen Situation völlig überfordert sind? Sprecht sie an! Fragt, ob und wie ihr helfen könnt! Unterbreitet Angebote in eurem unmittelbaren Umfeld! Das findet oftmals jenseits der großen Öffentlichkeit in den sozialen Medien statt, aber das ist die Form von Hilfe, die jeder leisten kann und die auch wirkt. Zusammenhalt ist bekanntlich alles. Gerade jetzt!

    Für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fanprojekt Dresden e.V. liegt momentan genau darauf der Fokus. Aktuell prüfen wir intern sowie mit anderen Kinder- und Jugendhilfestrukturen in der Stadt, inwiefern Teile unseres Teams auch an anderen Stellen tätig werden können. Vielerorts werden jetzt sozialpädagogische Fachkräfte benötigt, da durch Kita- und Schulschließungen nur begrenzt Fachkräfte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden wir in den nächsten Wochen auch für alle (jungen) Dynamo-Fans ansprechbar sein, die Beratungsbedarf bzw. ein Problem haben oder die einfach reden möchten. Ihr erreicht Willi (0176 235 99 404, w.loeffler@fanprojekt-dresden.de), Claudia (0173 392 28 68, c.tenbergen@fanprojekt-dresden.de) oder Christian (0163 49 740 11, c.kabs@fanprojekt-dresden.de) von Montag bis Freitag immer von 10 bis 16 Uhr, egal ob per Signal-Messenger oder Telefon. Gleichzeitig rufen wir unsere E-Mail-Adressen weiterhin ganz regelmäßig ab. Ab Mai ist auch Ronald wieder zurück aus der Elternzeit und erreichbar. Wenn euch der Schuh drückt, sind wir für euch da!

    Bleibt gesund!

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