Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    wirkt!-Siegel PHINEO 2019

Neue Hygieneregeln beim offenen Treff

In den letzten Wochen sind die Neuinfektionen mit Covid-19 vielerorts stark angestiegen. Auch Dresden gilt jetzt mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern als Risikogebiet. Vor dem Hintergrund haben sowohl die Landeshauptstadt Dresden als auch der Freistaat Sachsen neue Coronaschutzverordnungen erlassen.

Diese neuen Regeln betreffen auch uns als Einrichtung der Jugendhilfe, sodass wir unser Hygienekonzept erweitert haben. Ab sofort gelten deshalb die folgenden Hygieneregeln beim offenen Treff:

– Innerhalb des FANHAUSES besteht nun Maskenpflicht. Dies betrifft sowohl das FANKINO, indem sich weiterhin maximal 4 Personen aufhalten können, als auch die Küche, in der sich maximal 2 Personen aufhalten können, sowie die Toiletten.

– Der offene FANTREFF wird somit weiterhin weitestgehend auf unserem Außengelände stattfinden. Hier gilt ab heute jedoch eine Obergrenze von maximal 25 Treffbesucher*innen zur gleichen Zeit. Grund dafür ist, dass nun bei uns der verbindliche Mindestabstand von 1,5 m auch für wiederkehrende Gruppen gilt. Dies betrifft das gesamte Gelände des Fanprojekts.

– Wir müssen auch in Zukunft die Kontaktnachverfolgung gewährleisten können, um im Falle einer Infektion die möglichen Kontaktpersonen benachrichtigen zu können. Dafür nutzen wir ab heute nicht mehr unsere Anwesenheitsliste, sondern einen etwas ausführlicheren Kontaktzettel, auf dem Anwesende bei der Ankunft die folgenden Daten eintragen müssen: Name, Telefon-Nr. oder Email und Postleitzahl, Ankunftszeit und Abgangszeit. Diese Zettel werden dann in eine Box gesteckt, sodass die Daten von niemandem, außer von den Mitarbeiter*innen des Fanprojekts gesehen werden können. Diese Zettel müssen wir 4 Wochen aufheben. Anschließend werden sie von uns vernichtet.

– Auch wenn es in der Regel selten der Fall war: Ab 22 Uhr besteht Ausschankverbot von alkoholhaltigen Getränken, wie etwa Bier und Radler.

– Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich gibt es mehrere Desinfektionsmittel-Spender. Nutzt sie regelmäßig.

– Wenn Ihr Euch krank fühlt oder Symptome einer Covid19-Erkrankung verspürt, bleibt bitte zu Hause und kontaktiert Euren Arzt. Damit schützt Ihr die anderen Treffbesucher.

Diese Regeln gelten ab sofort. Wenn sich das Infektionsgeschehen verändert oder es weitere Verordnungen gibt, kann es sein, dass sich die Regeln wieder ändern. In diesem Falle informieren wir Euch.

Bitte respektiert die neuen Hygieneregeln, wenn ihr den FANTREFF besucht. Diese Regeln sind die Grundlage dafür, dass wir den offenen Treff auch in der kommenden Zeit umsetzen können.

Bleibt gesund!

Euer FP-Team

Gemeinsam zu Dynamo: Fans gestalten Trafostation in Weinböhla

Dynamo-Fans in Aktion

Bunt statt eintönig: Seit dem letzten Wochenende ist das Gleichrichterunterwerk am Endpunkt der Straßenbahnlinie 4 in Weinböhla im Graffiti-Stil gestaltet. Vier jugendliche Dynamo-Fans haben von Freitag bis Sonntag die Station mit farbigen Motiven besprüht. Diese bilden damit das gute Verhältnis zwischen der Sportgemeinschaft und den Dresdner Verkehrsbetrieben ab. Die Aktion geht auf eine Initiative des Fanprojekts und engagierten Mitarbeitern der DVB zurück.

„Kreativität setzen wir keine Grenzen. Es ist eine Freude, diese Motive zu sehen. Die Gestaltung hebt sich von den üblichen, im Stadtbild vorhandenen Graffiti aller Couleur wohltuend ab. Die jungen Künstler haben ganze Arbeit geleistet, vielen Dank dafür“, lobt Jens Thiede, Leiter des Instandhaltungsbereichs Bahnstromversorgung bei der DVB. „Nach dem gelungenen Auftakt möchte ich die Zusammenarbeit gern fortsetzen und dem Fanprojekt weitere Flächen zur Gestaltung anbieten. Neben Trafostationen könnten auch die Fahrleitungsmasten vor dem Dynamo-Stadion verschönert werden.“

„Jugendliche und junge Erwachsene benötigen Freiräume, in denen sie sich eigenverantwortlich verwirklichen können. Dazu gehören auch legale Graffiti-Flächen. Wir hoffen, dass gemeinsam mit der DVB weitere Projekte umgesetzt werden können“, so Ronald Beć, Leiter des Fanprojekts. „Unser Dank gebührt vor allem den jungen Dynamo-Fans aus dem Landkreis Meißen, die sich mit ihren Ideen und ihrer Leidenschaft eingebracht haben. Sie haben tolle Arbeit geleistet.“
Die vier Graffiti-Künstler benötigten für die Umsetzung der selbst entworfenen Motive 75 Sprühdosen.

Die Sozialpädagogen des Fanprojekt Dresden e. V. haben das Projekt mit jugendlichen Dynamofans aus dem Landkreis Meißen umgesetzt. Die zwischen 17 und 22 Jahre alten Mitglieder sind über Ferienangebote oder offene Jugendtreffs zum Verein gekommen. Über Graffiti-Workshops an der Vereinswand sowie die Präsenz von Dynamo-Graffiti im Dresdner Stadtbild kam das Interesse an dieser Art der künstlerischen Betätigung.

Mit seinen Aktivitäten möchte der Verein junge Dynamo-Anhänger in ihrem Fandasein stärken und mit zur Lebenswelt passenden Freizeit- und Bildungsangeboten Präventionsarbeit zur Eindämmung von Gewalt rund um Fußballspiele leisten. Der Verein bietet seit 2011 regelmäßige Graffiti-Workshops auf legalen Flächen an. Profis aus der Dresdner Sprüherszene zeigen den Jugendlichen dabei Tricks und Regeln der Farbkunst.
Erfahrungen zeigen, dass Freiflächen länger vor illegalen Graffiti verschont bleiben, wenn sie künstlerisch gestaltet werden.

DVB und Dynamo Dresden verbindet eine lange Kooperation. In Zusammenarbeit mit der Polizei geht es dabei in erster Linie um die Organisation der An- und Abreise der Fans bei Heimspielen. Dank Kombiticket – in der Eintrittskarte ist der ÖPNV-Fahrpreis enthalten – reist ein Großteil der Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Dafür sind viele zusätzliche Straßenbahnen im Einsatz.

Die neugestaltete Vorderseite der Trafostation

Die neugestaltete Rückseite der Trafostation

Gastauftritt von „Spirit of Football“ im Lernzentrum

Am 06. und 07.10. besuchten uns vier motivierte Teamerinnen und Teamer von „Spirit of Football“ aus Erfurt und veranstalteten einen zweitägigen Workshop für die Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse der Oberschule Radebeul-Mitte.

Die zwei Tage im Rudolf-Harbig-Stadion standen unter dem Motto: „Fair Play Future“. Die zentrale Frage dabei war, wie eine gerechte und nachhaltige Zukunft aussieht und was die Klasse ganz konkret dazu beitragen und in ihrem Alltag umsetzen kann. Grundlage für die Diskussionen waren die drei Säulen: Vielfalt, Respekt und Teamwork. Auf diesen Grundprinzipien basierten auch die sportlichen und kreativen Angebote für die Jugendlichen.

Am ersten Tag wurde hinter der Tribüne des Stadions Fußball gespielt, die Regeln waren jedoch so ausgelegt, dass alle dabei Spaß hatten, egal ob Anfänger, Amateur oder Profi am Ball.

Der Leiter des Projekts, Andrew Aris, legte den Kids imaginäre Stolpersteine in den Weg. Während des ersten Spiels durften bei einem Team zwischenzeitlich nur die Mädels kicken und die Jungs mussten zusehen. Danach durfte eine Mannschaft nur in ihrer eigenen Hälfte bleiben, während das andere Team das komplette Spielfeld nutzen konnte. Hierbei wurde erfahrbar, wie Diskriminierung aussehen kann und wie es sich anfühlt, diese am eigenen Leib zu spüren.

Am Mittwoch ging es dann weiter mit mehreren Stationen zum Thema Umwelt und Klima. Dazu befasste sich die Klasse mit den 17 SDG´s (Sustainable Development Goals). Hierbei spielten Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Klasse und ihrem Alltag eine Rolle.

Das Team von Spirit zeigte den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten auf, um im Alltag etwas für das Klima zu tun, dabei wurden beispielsweise Alternativen für Plastiktüten oder Zahnbürsten diskutiert, sowie eine Suchmaschine vorgestellt, welche verspricht, bei einer gewissen Anzahl an Suchanfragen, Bäume zu pflanzen. Auch die Mülltrennung in den Klassenräumen und die Überfischung der Meere waren dabei heißdiskutierte Themen.

Im zweiten Teil des Tages probierten die Kinder sich im sogenannten „Fair Play-Theater“ aus. Hierbei wurde den einzelnen Kleingruppen zufällig eines der 17 Nachhaltigkeitsziele zugelost. Passend zu diesem Thema sollten sich die Jugendlichen einen kurzen Plot ausdenken, den sie dann der Klasse präsentierten.

Abschließend hielten sie ihre vielfältigen Ideen noch auf einer Leinwand fest und so konnte der „Spirit of Future“ mit nach Radebeul in das Klassenzimmer einziehen.

Wir bedanken uns bei den Erfurter Kollegen und Kolleginnen von „Spirit“. Es ist immer wieder eine große Freude mit euch zusammenzuarbeiten. Daher freuen wir uns schon auf den nächsten gemeinsamen Workshop im Dezember mit euch!