Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008

10 Jahre „Lernort Stadion“ – Jubiläumsfeier und Methodenwerkstatt in Bochum

Vom 10.-12.09.2019 fand unsere jährliche Methodenwerkstatt in Bochum statt. Jedes Jahr treffen sich die Projektkoordinator*innen und Teamer*innen der mittlerweile 20 Standorte bei einem gastgebenden Lernzentrum. Die diesjährige Methodenwerkstatt stand unter dem Motto „Vom Nutzen der Bühne“. In vielfältigen theaterpädagogischen Workshops lernten wir Methoden kennen, wie man mit Hilfe des theatralen Spiels, das Bewusstsein junger Menschen für Themen wie beispielsweise Rassismus, Diskriminierung oder Geschlechterrollenzuschreibungen schärft und sich gemeinsam kritisch und konstruktiv mit ihnen auseinander setzt.
Höhepunkt der dreitägigen Methodenwerkstatt war die Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen von „Lernort Stadion“. Gemeinsam mit den Lernzentren und langjährigen Wegbegleiter*innen feierten rund 130 Gäste aus Politik, Sport und Gesellschaft zehn erfolgreiche Jahre „Bildung am Ball“.

Gruppenbild von Lernort Stadion (c) Torben Schmitz

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Rückblick auf das Auswärtsspiel in Darmstadt

Exakt sechs Monate nach dem letzten Gastspiel der SGD in Darmstadt gastierte Dynamo am 23. August zum 4. Spieltag der neuen Saison bei den Lilien. Wieder reisten ca. 1.200 Dynamo-Fans in die Wissenschaftsstadt in Südhessen, 123 davon beteiligten sich an unserer Online-Umfrage zum Spiel.

Insgesamt wurde dieses Spiel in Darmstadt mit einer Durchschnittsnote von 2,37 besser bewertet als die Begegnung vor einem halben Jahr (2,87). Diese gute Durchschnittsnote ist vor allem auf das eigene Verhalten der Dynamo-Fans, aber auch auf wahrgenommenen Verbesserungen bei Polizeiverhalten und Einlasskontrollen im Vergleich zum letzten Spiel zurückzuführen.

Der Hauptkritikpunkt war der bauliche Zustand des Gästeblockes. Neben der Enge im Gästeblock werden auch die zur Verfügung stehenden Sanitäranlagen, die lediglich aus Dixi-Toiletten, also ohne fließendem Wasser, bestehen sowie die bauliche Sicherheit kritisiert. Sehr viele Rückmeldungen setzen sich folglich mit dem tragischen Unfall des kurz nach dem Spielende abgestürzten Dynamo-Fans auseinander:

Nach einem Sturz aus ca. 3 Metern Höhe wurde der Verletzte etwa 1 Stunde lang im einzigen Ausgang des Gästeblocks behandelt und reanimiert. Anschließend wurde er durch den Block aufs Spielfeld zu einem Rettungshubschrauber getragen, während die ca. 900 anwesenden Dynamo-Fans geduldig im Block warten mussten. Wie die SG Dynamo Dresden mitteilte, befindet sich der gestürzte mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Auch wir wünschen Ihm weiterhin eine gute und schnelle Genesung!

Wir danken den Auswärtsfahrenden für die Teilnahme an unserer Onlinebefragung!

Neue Mitarbeiterin im Fanprojekt

Seit dem 1. Juni hat das Fanprojekt Dresden mit Claudia Werner (39) eine neue Mitarbeiterin gewonnen. Im Rahmen des Kooperationsprojektes „mittendrin“ möchte sie neue, innovative Angebote im Bereich Grundbildung entwickeln.

Claudia Werner ist für das Projekt „mittendrin“ zuständig.

Geboren wurde Claudia in Dresden in einer Fußballer-Familie. „Mein Vater und seine zwei Brüder spielten zu DDR-Zeiten alle bei der Kinder- und Jugendabteilung der SGD – ich hatte also gar keine andere Möglichkeit, als Dynamo-Fan zu werden. Mädchen- und Frauenfußball war damals aber noch nicht so verbreitet, daher versuchte ich mich beim Bebbeln im Hof gegen die Jungs zu behaupten – aber angeblich wäre ich eine Schienbein-Treterin gewesen.“ So wurde später die Reiterei ihre sportliche Leidenschaft. „Das macht auch O-Beine.“ Regelmäßiger Stadionbesucher war Claudia noch im alten Rudolf-Harbig-Stadion zu Zeiten von Sigi Held, wo sie die Durchreichung in die Drittklassigkeit miterleben musste. Ruhiger wurde es mit Beginn ihres Studiums und mit Eintritt ins Arbeitsleben. Aber „auch wenn mein Alltag mit Kind, Pferd und Arbeit mittlerweile recht vollgestopft ist, die SGD bleibt immer im Herzen.“
Nach der Schule absolvierte Claudia eine Freiwilliges Soziales Jahr und studierte anschließend Erziehungswissenschaft an der TU Dresden. „Nebenbei hielt ich mich mit zahlreichen Nebenjobs über Wasser. Die unterschiedlichen Arbeitswelten und das Leben mit wenig Einkommen haben mich aber positiv geprägt.“ Nach dem Studium arbeitete Claudia vorrangig im Bereich Jugendberufshilfe sowie zwischendurch als Lehrkraft in der Erzieherausbildung.

„In der Jugendberufshilfe unterstützt man junge Menschen dabei, ihren Weg ins Arbeitsleben zu finden. In den letzten Jahren tat ich dies mit sozial benachteiligten Jugendlichen. Hier galt es, die Einzelschicksale zu bearbeiten, individuelle Stärken zu erkennen bzw. zu fördern und darauf aufbauend passende Berufswege zu finden.“ Diese Arbeit ist nicht immer von Erfolg gekrönt, denn einige Schicksale lassen sich nicht so schnell durch ein Jahr Unterstützung aufarbeiten. Ganz los lässt Claudia ihre alte Arbeit nicht, sie unterstützt weiterhin ehrenamtlich die Jugendlichen ihres Vereins. „Die Stellenanzeige des Fanprojekt Dresden fand ich eher zufällig und eigentlich war ich ja gar nicht auf der Suche nach einem neuen Job. Aber die Beschreibung des Projektes „mittendrin“ fand ich sehr spannend. Hier habe ich die Möglichkeit kreativ zu arbeiten, neue Angebote zu entwickeln und auszuprobieren. Und das in Verbindung mit Dynamo Dresden – was will man mehr?!“

Mehr zum Projekt findet ihr hier: „mittendrin“ – mit Kopf und Ball