Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    wirkt!-Siegel PHINEO 2019

Auswertung der Spiele in Wiesbaden, Großaspach und Halle

auswertunghalleaspachwiesbaden

Unsere Auswertungen der Spiele in Wiesbaden, Großaspach und Halle wurden in den vergangenen Tagen an den DFB, die beteiligten Vereine und die Polizei vor Ort übermittelt. Als Grundlage dafür dienten wie immer eure Rückmeldungen aus unserem Auswärtsfragebogen. Wir danken den 100 Teilnehmern nach dem Spiel in Wiesbaden, den 481 Teilnehmern vom Großaspach- und den 183 Teilnehmern vom Halle-Fragebogen. Insgesamt wurden in dieser Saison einschließlich des Spiels in Halle bislang 1224 Fragebögen ausgefüllt und ausgewertet. Das sind im Schnitt 204 Teilnehmer pro Auswärtsspiel. Wir danken allen Fans recht herzlich dafür!

Wiesbaden:
Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Wiesbaden am 18.09.2010 wurden von den Dynamofans etwas bessere Noten an den Ordnungsdienst, die Einlasssituation und das Auftreten der Polizei vergeben. In den Rückmeldungen wurde vor allem die starke Präsenz der Polizei im Einlassbereich kritisch aufgegriffen und von uns so an die Verantwortlichen vor Ort  vermittelt.

Großaspach:
Das Spiel in Großaspach war nicht nur aufgrund des Sonderzuges ein besonderes für die Dresdner Anhänger. Auch die offensichtlich sehr intensive Verbundenheit vieler Schwarz-Gelber mit Andrea Berg und die Suche nach ländlichem Idyll im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg zog eine Schar von rund 4.500 Dynamofans ins beschauliche Großaspach. Weiterlesen

Leseclub begrüßt die „Fußball-Lese-Ratten“

Am vergangenen Donnerstag war es soweit. Der im Juni eröffnete Leseclub im Stadion Dresden erwartete erstmals die selbsternannten „Fußball-Lese-Ratten“. Einmal wöchentlich werden sich die acht- bis zwölfjährigen Hortkinder der 113. Grundschule nun am besonderen Lese- und Lernort einfinden.

Couch_Gang

Aus der ehemals tristen Polizeiwache im Stadion sind gemütliche Leseräume geworden. Ausstaffiert mit Sofas und Sitzsäcken, jeder Menge Büchern, Zeitschriften und Hörspielen ist ein einladender Schmökerraum entstanden. Mit jeder Menge Elan durchforsteten die Leseratten auch sogleich den Bücherwald. Wobei die Bezeichnung Leseratten nicht ganz korrekt ist. Die Jungleser selbst bezeichnen sich als „Fußball-Lese-Ratten“, wie es dem Clubausweis deutlich zu entnehmen ist.

 

Kopf_an_Kopf

„Fußball“ und „Lesen“ sind auch die Themen, um die es sich bei zukünftigen Aktivitäten dreht. Gemeinsam wurde sich am Donnerstag über Wünsche und Anregungen für das kommenden Leseclubjahr ausgetauscht. Neben Lesen und Vorlesen sind Aktivitäten zum Malen und Basteln feste Programmpunkte. Ziel des von ehrenamtlichen Lesepaten betreuten Leseclub ist es, die Kinder auf spielerische Art für das Lesen zu motivieren und dazu die Fußballbegeisterung der Kinder zu nutzen.

 

Köpfe

In den Herbstferien wartet dann auf alle interessierten Lesefreunde zwischen acht und zwölf Jahren ein abwechslungsreicher Tag im Fußballstadion. Die „Deutsch-tschechischen-Kulturtage“ werden zum Anlass genommen, um ein buntes Programm zum runden Leder und spannenden Lesegeschichen zusammenzustellen.

Raufen im Stadion statt Bruchrechnung im Klassenzimmer

Gut erholt aus der Sommerpause startete das Lernzentrum „Denk-Anstoß“ am 1. September mit den ersten beiden Workshops ins neue Schuljahr. Zu Gast bei unseren kurzweiligen Projekttagen waren Schüler/innen der Oberschule Königsbrück und der Makarenko-Schule Dresden. Statt um Mathematik ging es für sie um Themen wie Diskriminierung und Solidarität, Gewalt und Zivilcourage. Auf spielerische Art näherten sich die Jugendlichen aktiv den eher abstrakten Themenbreichen an. Der Fußball als Bezugspunkt und das Stadion als Erlebnislernort ließen dabei nicht nur die Lernmotivation von eingefleischten Fußballfans spürbar steigen. So meint etwa Lucas: „Ich fand die zwei Tage toll. Wir haben viel über Respekt und Toleranz gelernt. Ich denke das wird mir im Alltag sehr helfen.“

ElefantenspielDie Makarenko-Schüler/innen beschäftigten sich in den beiden Tagen im Stadion insbesondere mit dem Thema Gewalt. Am Beginn des Projektes stand dabei das Elefantenspiel:

Ein letztes Mal die Köpfe zusammenstecken, bevor jeder auf seine vereinbarte Position geht. Als Team versuchen alle in der Gruppe sich gegenseitig nach Leibeskräften zu unterstützen. Und dann noch einmal alle Kräfte bündeln und der zähe Widerstand des Gegner ist gebrochen.

Wie im Fußball eben. Auch beim Elefantenspiel gibt es zudem fest Regeln, die die Schüler/innen vorher gemeinsam erarbeitet haben. Dieses Mal haben sich auch alle daran gehalten. Max stellte danach fest: „Während des Spiels hat man gesehen, wie wir als Gruppe zusammenhalten können. Das war gut!“

 

Maik

Aber im Workshop ging es nicht nur um Spaß und Action. Auch Diskussionen über Ursachen und Folgen von Gewalt wurden geführt. Anhand der Geschichte von Maik wurde für die Jugendlichen erfahrbar, wie Menschen unter Diskriminierung und Gewalterfahrungen leiden. Auch das Phänomen des Hooliganismus wurde näher beleuchtet.

In den kommenden Tagen stehen bereits die nächsten Projekttage an. Bis Weihnachten ist das Lernzentrum „Denk-Anstoß“ schon wieder ausgebucht.