Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008

Raufen im Stadion statt Bruchrechnung im Klassenzimmer

Gut erholt aus der Sommerpause startete das Lernzentrum „Denk-Anstoß“ am 1. September mit den ersten beiden Workshops ins neue Schuljahr. Zu Gast bei unseren kurzweiligen Projekttagen waren Schüler/innen der Oberschule Königsbrück und der Makarenko-Schule Dresden. Statt um Mathematik ging es für sie um Themen wie Diskriminierung und Solidarität, Gewalt und Zivilcourage. Auf spielerische Art näherten sich die Jugendlichen aktiv den eher abstrakten Themenbreichen an. Der Fußball als Bezugspunkt und das Stadion als Erlebnislernort ließen dabei nicht nur die Lernmotivation von eingefleischten Fußballfans spürbar steigen. So meint etwa Lucas: „Ich fand die zwei Tage toll. Wir haben viel über Respekt und Toleranz gelernt. Ich denke das wird mir im Alltag sehr helfen.“

ElefantenspielDie Makarenko-Schüler/innen beschäftigten sich in den beiden Tagen im Stadion insbesondere mit dem Thema Gewalt. Am Beginn des Projektes stand dabei das Elefantenspiel:

Ein letztes Mal die Köpfe zusammenstecken, bevor jeder auf seine vereinbarte Position geht. Als Team versuchen alle in der Gruppe sich gegenseitig nach Leibeskräften zu unterstützen. Und dann noch einmal alle Kräfte bündeln und der zähe Widerstand des Gegner ist gebrochen.

Wie im Fußball eben. Auch beim Elefantenspiel gibt es zudem fest Regeln, die die Schüler/innen vorher gemeinsam erarbeitet haben. Dieses Mal haben sich auch alle daran gehalten. Max stellte danach fest: „Während des Spiels hat man gesehen, wie wir als Gruppe zusammenhalten können. Das war gut!“

 

Maik

Aber im Workshop ging es nicht nur um Spaß und Action. Auch Diskussionen über Ursachen und Folgen von Gewalt wurden geführt. Anhand der Geschichte von Maik wurde für die Jugendlichen erfahrbar, wie Menschen unter Diskriminierung und Gewalterfahrungen leiden. Auch das Phänomen des Hooliganismus wurde näher beleuchtet.

In den kommenden Tagen stehen bereits die nächsten Projekttage an. Bis Weihnachten ist das Lernzentrum „Denk-Anstoß“ schon wieder ausgebucht.

Wir feiern mit euch… 11 Jahre Fanprojekt Dresden e.V.

Samstag, 20. September ab 15:00 Uhr am FANHAUS

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Gegründet im Jahr 2003 und letztes Jahr die Party verpasst. Alles kein Problem beim Fanprojekt. Schließlich lässt sich damit nun im Jahre 10+1 des Bestehens gleich ein weiteres Ereignis zelebrieren: die FANHAUS-Wiedereröffnung! Gefeiert wird jetzt am Samstag (20.09.), einen Tag nach dem Heimspiel gegen die Amateure vom FSV Mainz 05 im und rund um das FANHAUS.

Ab 15:00 Uhr könnt ihr einen Blick in die neugestalteten Räumlichkeiten werfen oder auch das bunte Rahmenprogramm genießen. Vom sportlichen Event beim Straßenfußball im Käfig, Torwandschießen oder Geschwindigkeitsmessanlage bis zum kreativen Ausprobieren beim Gestalten von eigenen Fanschals oder Nickis ist alles dabei. Den kulinarischen Genuss gibts beim Kuchenbasar, die Künstler mit der Spraydose können beim Wettkampf gegeneinander beobachtet werden, selbst mal ein ein Graffiti ausprobiert werden und eine Tombola verspricht interessante Gewinne. Begleitet wird der Nachmittag von der Präsentation vieler Dynamo-Faninitiativen, die unseren Weg in den letzten Jahren begleiteten und die wir herzlich zum Mitfeiern eingeladen haben.

Nach 17:00 Uhr wollen wir dann mit diesen Gruppen und einigen schwarz-gelben Überraschungsgästen ins Gespräch kommen und euch zeigen, welche interessanten Projekte gerade rund um Dynamos Fanszene laufen. Vielleicht schaut ja auch der ein oder andere Dynamospieler zur Feier vorbei.

Ab ca. 20:00 Uhr steigt dann die große Fanparty im Festzelt! Die Klassiker der letzten Jahre vom DJ aufgelegt, gewürzt mit den Liveacts Rude & The Lickshots und Mob44 versprechen jede Menge gute Laune. Wir freuen uns jedenfalls schon auf die Geburtstags- & FANHAUS-Wiedereröffnungsfeier und laden euch dazu herzlich ein! Schaut vorbei, der Eintritt ist frei.

Bedanken möchten wir uns schon vorab bei den ULTRAS DYNAMO, die sich am Abend um das leibliche Wohl zu fanfreundlichen Preisen kümmern werden!

Wir sehen uns am Samstag, den 20. September 2014!!!

Euer FP-Team

Zwei unbekannte Neuverpflichtungen – unsere neuen FSJler stellen sich vor

Der Sommer verabschiedet sich langsam, die Schule fängt an und auch im Fanprojekt nehmen zwei junge Männer ihre Arbeit auf. Florian Krenz und Henrik Rampe heißen die beiden neuen Gesichter, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Fanprojekt Dresden e.V. absolvieren.

Überzeugungstäter

Auf ungewöhnliche Fragen, geben die beiden „Unbekannten“ ungewöhnliche Antworten. Sie erzählen, was sie zu ihrer neuen Arbeitsstelle verschlagen hat und schildern ihre Erwartungen für das kommende Jahr. Beim gegenseitigen Interview lernten sich die beiden Neuzugänge auch gleich gegenseitig besser kennen …

Florian Krenz – „Fußball macht erst bei Regen richtig Spaß“

-Aufwärmfragen-

Kannst du dich mal kurz und knapp vorstellen?
Mein Name ist Florian aka Flo. Ich bin 17 Jahre alt und arbeite seit September diesen Jahres im Fanprojekt Dresden als FSJler. Vielleicht kennt Ihr mich noch vom Ferienprogramm. Da war ich zum Probearbeiten hier und habe schon einige Jugendliche kennen gelernt.
In meiner Freizeit spiele ich gern Fußball, egal, ob im Freien oder am PC.

Warum hast du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?
Ich wusste nach der 10. Klasse nicht, was die beste Ausbildung für mich wäre und deshalb würde ich das Jahr gern nutzen, um mich etwas zu orientieren.

Hast du eine Vorstellung was du nach dem FSJ machen möchtest?
Vielleicht gehe ich in die Gastronomie oder hole mein Abi nach. Eine konkrete Vorstellung, was ich nach dem FSJ machen möchte, habe ich noch nicht.

Welchen Bezug hast du zum Fußballsport allgemein und der SG Dynamo im Besonderen?
Mit 5 Jahren habe ich angefangen Fußball zu spielen. Ich bin mit dem Sport aufgewachsen und seit diesem Jahr trage ich sogar die Kapitänsbinde meiner Mannschaft.
Dynamo ist seit einiger Zeit mein treuer Begleiter in Sachen Fußball. Ich hab vom Auf- bis zum Abstieg alles miterlebt und gehe natürlich sehr regelmäßig ins Stadion.

Bist du selbst sportlich aktiv?
Wie oben schon erwähnt spiele ich selbst Fußball. In vergangenen Jahren habe ich auch viele andere Sportarten (Volleyball, Badminton, Basketball…) ausprobiert. Nebenbei halte ich mich auch mit einigen Fitnessübungen in Form.

Ich würde dich bitten, folgende 11-Fragen sicher zu verwandeln:

1. Mein Lieblings-Fußballzitat lautet … „Wenn sich drei Spieler über das Foul aufregen, spielen ja nur noch acht.“ (Mehmet Scholl)

2. Wenn ich 1 Mio. Euro im Lotto gewinne, würde ich … das Haus meiner Eltern abbezahlen und mich selbstständig machen.

3. Einen verregneten Tag verbringe ich am liebsten … mit Fußball spielen auf nassem Rasen.

4. Komplett abschalten kann ich … zuhause in Familie und bei der Fernsehsendung Berlin Tag&Nacht.

5. Meine Freunde halten mich für verrückt, wenn … ich sie nachts um halb zwei anrufe und frage, wie es ihnen geht.

6. Wenn Dynamo Dresden ein Heimspiel gewinnt, dann … gewinnen sie auch ein Auswärtsspiel.

7. Die gute Laune am Morgen verderben mir … andere Menschen, die schlechte Laune haben.

8. Wenn mein Wecker um halb sieben klingelt, dann … klingelt er um halbzehn immernoch.

9. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich … mir wünschen, unendlich viele Wünsche frei zu haben.

10. Mein erster Tag im Fanprojekt … war ein cooler erster Arbeitstag. Ich habe meine neuen Kollegen kennengelernt und wurde in die Aufgaben des Fanprojekts eingeweiht.

„Und ein Satzanfang noch zum Abschluss“:
11. Das Jahr im Fanprojekt wird ein echter Volltreffer, weil … ich nette Kollegen habe und viele spannende und neue Dinge kennenlernen werde..

Neue Besen kehren gut

Henrik Rampe – „Auf dem Weg zur Arbeit verfahre ich mich noch“

-Aufwärmfragen-

Kurz und knapp: Kannst du mir ein paar Takte zu deiner Person erzählen?
Mein Name ist Henrik Rampe. Nach meinem Abitur, dass ich im hessischen Hanau abgelegt habe, hat es mich nach Dresden verschlagen. In meiner Freizeit bin ich regelmäßig sportlich aktiv. Ich gehe gerne Laufen, wozu der „Große Garten“ und das Elbufer auch wirklich einladen. Wenn ich nicht gerade Fußball gucke, kann ich häufig auch einem „Kick auf dem Bolzplatz“ nicht widerstehen.

Was hat dich bewegt, nach der Schule ein FSJ zu absolvieren?
Mir persönlich war es nach meiner Schulzeit wichtig, nicht direkt von der Schulbank in den Hörsaal „zu springen“. Um sich gesellschaftlich zu engagieren und mich persönlich zu orientieren, erschien mir ein FSJ optimal geeignet. Mich reizt es für ein Jahr Praxiserfahrungen im Berufsalltag zu sammeln und in einem Team von Kollegen selbst Verantwortung übernehmen zu dürfen.

Mit welchen Erwartungen startest du in dein Jahr beim Fanprojekt?
Ich gehe davon aus, dass es ein kurzweiliges Jahr wird. Schon die ersten Tage sind wie im Flug vergangen. Ich denke, dass mich bei den bevorstehenden Workshops im Lernzentrum viel kreative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erwartet. Auch bei anderen Aktionen, die rund um das Fanprojekt stattfinden, hoffe ich, mich einbringen zu können.
Da ich neu und noch weitestgehend orientierungslos in Dresden bin, verfahre ich mich auf dem Weg zur Arbeit noch häufig. Mein Anspruch an mich ist, diese „unfreiwilligen Umwege“ abzulegen.

Inwieweit hast du schon einen Plan, was nach dem Jahr auf dich zukommt?
Einen konkreten, lückenlosen Lebensplan habe ich nicht bereit liegen. Ich kann mir gut vorstellen nach dem Jahr im Fanprojekt zu studieren. Ob ich dabei in Dresden dauerhaft sesshaft werde, darüber mache ich noch keine Vorhersagen …

Die halben Sätze galt es zu vervollständigen. Entstanden sind halbernste Aussagen …

Florian: „So Henrik. Jetzt drehen wir den Spieß um. Es gilt nun meine Steilvorlagen zu kontern …“
Henrik: „Schieß los!“

1. Meine „Lebensweisheit“, die ich mir auf die Fahnen geschrieben habe lautet: „Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Häufig hilft es auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

2. Wenn schon morgens die Sonne in mein Zimmer lacht, dann …. lächle ich zurück.

3. Bei einer Schüssel voller Gummibärchen … lasse ich die Vernunft beiseite und die Schüssel leer zurück.

4. Freunde werfen mir vor, dass … ich manchmal zu ehrgeizig meine Ziele verfolge und so den Blick nach rechts und links verliere.

5. Ein Leben ohne Fußball wäre … für mich nur unter Qualen zu ertragen.

6. Mein Zimmer ist ordentlich, wenn … Freitag der 13. auf einen Vollmond fällt.

7. Richtig aus der Haut fahre ich, wenn … Menschen den gegenseitigen Respekt vermissen lassen.

8. Die Zukunft bringt für mich … ich mache keine Vorhersagen und ich werde auch keine Vorhersagen machen.

9. Meine Mitarbeiter im Fanprojekt … helfen mir wo es nur geht und erleichtern mir so die Einarbeitung enorm.

10. Mein erster Tag im Fanprojekt … war randvoll mit neuen Eindrücken und Erfahrungen.

„Und zu guter Letzt“:
11. Das Jahr im Fanprojekt wird ein echter Volltreffer, weil … mich interessante Herausforderungen in den Wochen und Monaten erwarten werden.