Projekt Spieldfelderweiterung

Gemeinsam mit „AKTION MENSCH“ und unserem Kooperationspartner Kreisjugendring Meißen e.V. ging am 24.10.2016 das Projekt „Spielfelderweiterung“ für einen Zeitraum von drei Jahren an den Start.

Mit diesem Projekt erschließen wir erstmals umfassend den ländlichen Raum. Fansozialarbeit im Allgemeinen bezieht sich bisher – mit wenigen Ausnahmen bei kleineren Vereinen – ausschließlich auf großstädtische Sozialräume. Die aktive Einbringung in Gemeinwesen im ländlichen Raum ist somit Neuland für unseren Verein aber auch für Fanprojektarbeit insgesamt.

Die AdressatInnen

Das Angebot richtet sich an junge Menschen aus dem ländlichen Raum entlang der S-Bahn-Achse FANHAUS, Radebeul, Coswig, Meißen und in Großenhain, Lommatzsch, Nossen, Riesa und Weinböhla. Gerade dort nimmt Dynamo Dresden gegenwärtig einen immer größeren Stellenwert bei der Sozialisation und Identitätsfindung von Jugendlichen ein. Es gründen sich neue Fangruppen, die sich einerseits unter der Woche in ihren Herkunftsgemeinden und andererseits im Rahmen von Spielen der SG Dynamo Dresden Räume erschließen (wollen). Darüber hinaus wenden wir uns direkt an junge Menschen, die ihr Fandasein noch nicht über eine Gruppe definieren. Ihnen werden wir entsprechende Zugänge eröffnen.

Auch wenn sich Fangruppen aus sozialen Gesichtspunkten sehr vielfältig zusammensetzen, so ist doch deutlich, dass häufig junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen in diesen Gruppen nach Anschluss und Bestätigung suchen. Grundsätzlich spielt der Inklusionsgedanke eine zentrale Rolle im Projekt.

Ziele

Das Projekt zielt auf das Empowerment von jungen Fußballfans im Umfeld von Dynamo Dresden. Verein und Fanszene spielen für die Adressat*innen eine zentrale Rolle in ihrer Sozialisation. Wir unterstützen sie dabei, in diesem sozialen Kontext ihre persönlichen Kompetenzen auszubauen und sich selbstbestimmt sowie sozial verantwortlich Gestaltungsräume zu erschließen. Dieser Prozess verläuft nicht reibungslos, da entsprechende Räume z.T. bereits besetzt oder reglementiert sind. Der Zuschauerzustrom aus dem Umland ist traditionell bei Dynamo sehr hoch.

Durch das Projekt Spielfelderweiterung erreichen wir junge Menschen im Fokus unseres Handelns, der sozialpädagogischen Gruppenarbeit und der Primärprävention, da wir an deren Lebenswelt in den Herkunftsgemeinden teilhaben und ihnen spezifische Angebote im Bereich der Gruppenarbeit anbieten können. Aktiv, in Kooperation mit Fachkräften vor Ort, werden spezifische Angebote und Räume geschaffen, in denen junge Menschen ihre „Lebenswelt Dynamo“ für sich selbst erschließen können.

Maßnahmen

Das Vorhaben beinhaltet eine intensive Begleitung der Adressat*innen durch Streetwork und sozialpädagogische Gruppenarbeit (u.a. politische, kulturelle Bildung). Neben Mobiler Jugendarbeit im ländlichen Raum werden Workshops in Orientierung am Konzept des Lernzentrums „Denkanstoß“ für die Zielgruppe etabliert. Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit Fachkräften in den Heimatorten der Jugendlichen und fungieren so als Multiplikator in einem besonderen Feld Sozialer Arbeit. Wir erschließen mit der Spielfelderweiterung umfassender als bislang den ländlichen Raum. Fansozialarbeit im Allgemeinen bezieht sich bisher – mit wenigen Ausnahmen bei kleineren Vereinen – ausschließlich auf großstädtische Sozialräume. Die aktive Einbringung in Gemeinwesen im ländlichen Raum ist somit Neuland für unseren Verein aber auch für Fanprojektarbeit insgesamt. Adressat*innen des Projekts sind durch ihre Spieltagsbesuche zwar immer in gewisser Weise auch im Fokus unseres Handelns, allerdings nicht im Sinne der sozialpädagogischen Gruppenarbeit oder der Primärprävention. Aktiv, in Kooperation mit Fachkräften vor Ort, werden so spezifische Angebote und Räume geschaffen, in denen junge Menschen ihre „Lebenswelt Dynamo“ für sich selbst erschließen können.