Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    wirkt!-Siegel PHINEO 2019

Author Archives: rbec

Vermummt ins Fanprojekt*

*Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht verpflichtend, schafft aber noch zusätzliche Sicherheit. (Symbolbild)

Nach Wochen der Abstinenz ist es endlich soweit: Wir dürfen unseren Mittwochstreff wieder öffnen!

Natürlich ist dies ausschließlich unter Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen möglich. Die Einhaltung kann durch das Gesundheitsamt unangekündigt kontrolliert werden. Im Falle der Nichteinhaltung muss der Treff im schlimmsten Fall wieder geschlossen werden.

Um euch bereits vor eurem Besuch im Fanprojekt darauf vorzubereiten, haben wir die wichtigsten Aspekte hier für euch zusammengefasst.

  • Wir öffnen ausschließlich unser Außengelände, die Toiletten sowie das Kino für maximal 2 Personen. Alle anderen Räume bleiben vorerst geschlossen.
  • Mindestens beim Betreten des offenen Treffs bitten wir euch um die Desinfektion der Hände. Desinfektionsmittel stehen am Eingang sowie verteilt im Treff und in den Toiletten für euch bereit. Außerdem steht in den Toiletten zusätzliches Desinfektionsmittel für den sanitären Bereich bereit.
  • Es darf zu keiner großen Menschenansammlung von mehr als 5 Leuten in einer Gruppe kommen. Daher ist es zwingend notwendig, dass ihr euch an den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 m haltet, auch innerhalb dieser Kleingruppen. Wir schaffen dafür im Außenbereich verschiedene Aufenthaltsinseln für euch, in denen sich maximal je 5 Personen zu einer Gruppe zusammenfinden dürfen. Das gilt auch für den Bereich der Überdachung, wenn es regnet.
  • Körperbetonte Sportarten, wie Fußball können derzeit leider nicht gespielt werden. Dafür stehen distanziertere Beschäftigungsmöglichkeiten wie Graffiti oder die Tischtennisplatte wie gewohnt für euch bereit.
  • Um bei einer eventuellen Erkrankung die Infektionsketten zurückverfolgen zu können, ist es notwendig, Anwesenheitslisten inklusive zeitlicher Erfassung des Treffbesuchs zu führen. Diese Maßnahme dient eurem Schutz. Wir versichern euch, dass eure Angaben selbstverständlich vertraulich behandelt werden!
  • Solltet ihr Krankheitssymptome zeigen, dann bleibt bitte zu Hause und kontaktiert einen Arzt/eine Ärztin! Wir stehen euch natürlich auch dann telefonisch zur Seite, wenn ihr wollt.
  • Wir können leider nur eine verkürzte Treffzeit von 15 bis 20 Uhr anbieten.
  • In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen und öffentlichen Infektionsschutzmaßnahmen ist es möglich, dass weitere Regeln hinzukommen.

Bitte beachtet auch die angebrachten Schilder zur Einhaltung der Hygieneregeln.
Habt vielen Dank und wir freuen uns, euch wieder (in echt) zu sehen! Euer FP-Team

Fanprojekte raten zu Dialog statt voreiligen Schlüssen

Unabhängig der Entscheidung, ob es Geisterspiele geben wird oder nicht, ist es sicherlich nicht zielführend, Zukunftsszenarien zu konstruieren, die tendenziell in eine Richtung gehen: Vorverurteilung einer ganzen gesellschaftlichen Gruppe. Niemand kann im Moment sagen, wie es im Fußballgeschäft weitergehen wird. Alle interessierten Parteien warten auf die behördlichen Entscheidungen.

„Es ist kontraproduktiv und anmaßend in dieser Zeit, schon vorab und ohne wirklich fundiertes Wissen negatives und kriminelles Verhalten von Fans zu prognostizieren.“, so Sophia Gerschel, Bundessprecherin der BAG der Fanprojekte. „Jene Fans, die sich in den letzten Wochen bundesweit verantwortungsbewusst, helfend, unterstützend und solidarisch gezeigt haben.“

Der Fußball wurde von heute auf morgen ausgesetzt, Leidenschaft und Hobby gestoppt, wichtige soziale Kontakte und ein Austausch einfach abrupt unterbrochen. Das ist einschneidend und ebenso für Jugendliche und junge Erwachsene eine große Herausforderung. Die Fußballfans haben sich innerhalb kürzester Zeit auf die neue, schwierige Situation eingestellt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Ressourcen Hilfe zur Verfügung gestellt! Dies gilt es in erster Linie zu honorieren und sich zu bedanken, anstatt vorschnell einen Teil der Gesellschaft als eine „Gefahr“ darzustellen.

Egal wie es im Fußball weitergeht: Negative Zuschreibungen, mangelndes Feingefühl und Kriminalisierung führen sicherlich nicht dazu, dass Fußballfans sich ernst genommen, wertgeschätzt oder als unverzichtbaren und kreativen Teil des Fußballs verstanden fühlen. Gerschel gibt zu bedenken: „Bestehende Fronten werden nur verhärtet und für alles Zukünftige jede Kommunikation und Diskussion erschwert.“

Fans sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil des Fußballs und damit auch wichtige Gesprächspartner bei allen Entwicklungen und Entscheidungen die jetzt und zukünftig im Fußball getroffen werden. „Sie sollten nicht als Problem, sondern müssen als ein Teil der Lösung verstanden werden!“, fordert Sophia Gerschel.

Das, was zählt

Wir werden in den nächsten Wochen auch für alle (jungen) Dynamo-Fans ansprechbar sein, die Beratungsbedarf bzw. ein Problem haben oder die einfach reden möchten. Ihr erreicht Willi (0176 235 99 404), Claudia (0173 392 28 68) oder Christian (0163 49 740 11) von Montag bis Freitag immer von 10 bis 16 Uhr, egal ob per Signal-Messenger oder Telefon. Gleichzeitig rufen wir unsere E-Mail-Adressen weiterhin ganz regelmäßig ab. Ab Mai ist auch Ronald wieder zurück aus der Elternzeit und erreichbar. Wenn euch der Schuh drückt, sind wir für euch da!

In der aktuellen Zeit verändern sich innerhalb weniger Stunden, Tage und Wochen viele Dinge, die für uns seit Jahrzehnten völlig normal waren, egal ob im Arbeitsleben, in der Schule oder beim teils irritierenden Besuch der Kaufhalle um die Ecke. Freies Reisen über Grenzen hinweg, ein regelmäßiges Einkommen oder mit Kindern auf den Spielplatz zu gehen sind für viele Menschen plötzlich keine Selbstverständlichkeiten mehr.

Die „Corona-Krise“ wird vorbei gehen und die meisten Menschen werden das Glück haben, sie unbeschadet zu überstehen. Es wird aber auch zahlreiche Personen geben, auf die das nicht zutreffen wird, die persönlich oder in ihrem unmittelbaren Umfeld gravierende Auswirkungen durch das Virus zu spüren bekommen werden. Von Behörden, Politik und Wissenschaft wird momentan auf allen Ebenen versucht, für diese Thematik zu sensibilisieren und eine Ausbreitung zu verlangsamen. Dazu werden von staatlicher Seite auch zunehmend Maßnahmen ergriffen, die massiv in die Grund- und Freiheitsrechte aller Menschen eingreifen. Ausgangssperren werden längst diskutiert oder ganz aktuell in Bayern und Freiburg auch schon umgesetzt, andere europäische Länder haben den Ausnahmezustand verhängt. In Italien, dem Land mit den meisten Todesfällen (aktuell über 3.400!), werden Verstorbene aus Bergamo mit Militärfahrzeugen abtransportiert, da lokale Behörden mit der schieren Menge nicht mehr umgehen können.

Nur Vernunft und Achtsamkeit, Respekt und Solidarität scheinen noch der Ausweg zu sein, um schärfere Maßnahmen zu verhindern. Was macht dies mit unserer Gesellschaft? Wie lange kann ein ganzer Kontinent im Krisenmodus verweilen und werden wir in absehbarer Zeit zu dieser für selbstverständlich gehaltenen Normalität zurückkehren, die es vor der Verbreitung des Virus gab und die mittlerweile so erstrebenswert scheint?

In der derzeitigen Situation kann von jedem einzelnen (Dynamo-)Fan etwas Gutes getan werden. Neben der Rücksichtnahme und der Beachtung der von Wissenschaft und Behörden empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen kann auch aktiv dazu beigetragen werden, dass vor allem Menschen aus der Risikogruppe diese Phase unbeschadet überstehen. Ihr habt Personen in eurem Hauseingang oder als Nachbarn, die vielleicht schon ein gehobenes Alter haben, allein oder alleinerziehend sind, die an einer chronischen Krankheit leiden oder mit der derzeitigen Situation völlig überfordert sind? Sprecht sie an! Fragt, ob und wie ihr helfen könnt! Unterbreitet Angebote in eurem unmittelbaren Umfeld! Das findet oftmals jenseits der großen Öffentlichkeit in den sozialen Medien statt, aber das ist die Form von Hilfe, die jeder leisten kann und die auch wirkt. Zusammenhalt ist bekanntlich alles. Gerade jetzt!

Für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fanprojekt Dresden e.V. liegt momentan genau darauf der Fokus. Aktuell prüfen wir intern sowie mit anderen Kinder- und Jugendhilfestrukturen in der Stadt, inwiefern Teile unseres Teams auch an anderen Stellen tätig werden können. Vielerorts werden jetzt sozialpädagogische Fachkräfte benötigt, da durch Kita- und Schulschließungen nur begrenzt Fachkräfte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden wir in den nächsten Wochen auch für alle (jungen) Dynamo-Fans ansprechbar sein, die Beratungsbedarf bzw. ein Problem haben oder die einfach reden möchten. Ihr erreicht Willi (0176 235 99 404, w.loeffler@fanprojekt-dresden.de), Claudia (0173 392 28 68, c.tenbergen@fanprojekt-dresden.de) oder Christian (0163 49 740 11, c.kabs@fanprojekt-dresden.de) von Montag bis Freitag immer von 10 bis 16 Uhr, egal ob per Signal-Messenger oder Telefon. Gleichzeitig rufen wir unsere E-Mail-Adressen weiterhin ganz regelmäßig ab. Ab Mai ist auch Ronald wieder zurück aus der Elternzeit und erreichbar. Wenn euch der Schuh drückt, sind wir für euch da!

Bleibt gesund!

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