Fanprojekt plant das Jahr 2018

Geschäftsführer Torsten Rudolph

Traditionell finden sich MitarbeiterInnen und der ehrenamtliche Vorstand des Fanprojekts jedes Jahr in der Schließzeit im Januar zur Klausurtagung zusammen, um die nächsten zwölf Monate zu planen. In drei arbeitsintensiven Tagen wurden die Schwerpunkte des vergangenen Jahres analysiert, aber auch konkrete Arbeitsschritte für 2018 formuliert.

Neben den Stadionverboten und der Dienstaufsichtsbeschwerde vom bald zwei Jahre zurückliegenden Spiel in Magdeburg standen in den vergangenen Monaten vor allem die unterschiedlichen Folgen des Karlsruhe-Spiels im Fokus der Arbeit des Fanprojekts. Abgesehen von der Auswertung, der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem „Fanmarsch“, aber auch dem folglich entstandenen Dialog zwischen Fanszene- und Verbandsvertretern war das einschneidenste Erlebnis des vergangenen Jahres die Durchsuchung von 35 Wohn- und Geschäftsräumen in Folge des Spiels. Zudem war und ist die Nachbereitung des DFB-Pokalspiels in Freiburg noch nicht vollständig abgeschlossen (zur Auswertung ⇒).

Im Jahr 2018 wird neben der „alltäglichen“ Arbeit und der Feier zum 15. Geburtstag des Fanprojekts am 26. Mai (vormerken!) vor allem die schärfere Profilierung der sozialpädagogischen Arbeit in der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber Netzwerkpartnern im Fokus stehen. Darüber hinaus wird sich das Fanprojekt Dresden auch weiterhin auf verschiedenen Ebenen für eine Etablierung eines Zeugnisverweigerungsrechts für SozialarbeiterInnen in den Bereichen Streetwork, Opferberatung, Interventions- sowie De-Radikalisierungsangebote u.ä. einsetzen.