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Tag Archives: Graffiti

Gemeinsam zu Dynamo: Fans gestalten Trafostation in Weinböhla

Dynamo-Fans in Aktion

Bunt statt eintönig: Seit dem letzten Wochenende ist das Gleichrichterunterwerk am Endpunkt der Straßenbahnlinie 4 in Weinböhla im Graffiti-Stil gestaltet. Vier jugendliche Dynamo-Fans haben von Freitag bis Sonntag die Station mit farbigen Motiven besprüht. Diese bilden damit das gute Verhältnis zwischen der Sportgemeinschaft und den Dresdner Verkehrsbetrieben ab. Die Aktion geht auf eine Initiative des Fanprojekts und engagierten Mitarbeitern der DVB zurück.

„Kreativität setzen wir keine Grenzen. Es ist eine Freude, diese Motive zu sehen. Die Gestaltung hebt sich von den üblichen, im Stadtbild vorhandenen Graffiti aller Couleur wohltuend ab. Die jungen Künstler haben ganze Arbeit geleistet, vielen Dank dafür“, lobt Jens Thiede, Leiter des Instandhaltungsbereichs Bahnstromversorgung bei der DVB. „Nach dem gelungenen Auftakt möchte ich die Zusammenarbeit gern fortsetzen und dem Fanprojekt weitere Flächen zur Gestaltung anbieten. Neben Trafostationen könnten auch die Fahrleitungsmasten vor dem Dynamo-Stadion verschönert werden.“

„Jugendliche und junge Erwachsene benötigen Freiräume, in denen sie sich eigenverantwortlich verwirklichen können. Dazu gehören auch legale Graffiti-Flächen. Wir hoffen, dass gemeinsam mit der DVB weitere Projekte umgesetzt werden können“, so Ronald Beć, Leiter des Fanprojekts. „Unser Dank gebührt vor allem den jungen Dynamo-Fans aus dem Landkreis Meißen, die sich mit ihren Ideen und ihrer Leidenschaft eingebracht haben. Sie haben tolle Arbeit geleistet.“
Die vier Graffiti-Künstler benötigten für die Umsetzung der selbst entworfenen Motive 75 Sprühdosen.

Die Sozialpädagogen des Fanprojekt Dresden e. V. haben das Projekt mit jugendlichen Dynamofans aus dem Landkreis Meißen umgesetzt. Die zwischen 17 und 22 Jahre alten Mitglieder sind über Ferienangebote oder offene Jugendtreffs zum Verein gekommen. Über Graffiti-Workshops an der Vereinswand sowie die Präsenz von Dynamo-Graffiti im Dresdner Stadtbild kam das Interesse an dieser Art der künstlerischen Betätigung.

Mit seinen Aktivitäten möchte der Verein junge Dynamo-Anhänger in ihrem Fandasein stärken und mit zur Lebenswelt passenden Freizeit- und Bildungsangeboten Präventionsarbeit zur Eindämmung von Gewalt rund um Fußballspiele leisten. Der Verein bietet seit 2011 regelmäßige Graffiti-Workshops auf legalen Flächen an. Profis aus der Dresdner Sprüherszene zeigen den Jugendlichen dabei Tricks und Regeln der Farbkunst.
Erfahrungen zeigen, dass Freiflächen länger vor illegalen Graffiti verschont bleiben, wenn sie künstlerisch gestaltet werden.

DVB und Dynamo Dresden verbindet eine lange Kooperation. In Zusammenarbeit mit der Polizei geht es dabei in erster Linie um die Organisation der An- und Abreise der Fans bei Heimspielen. Dank Kombiticket – in der Eintrittskarte ist der ÖPNV-Fahrpreis enthalten – reist ein Großteil der Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Dafür sind viele zusätzliche Straßenbahnen im Einsatz.

Die neugestaltete Vorderseite der Trafostation

Die neugestaltete Rückseite der Trafostation

Graffiti-Aktion im Fantreff

Graffiti gibt es in jeder Stadt. Ob groß, klein, bunt, hässlich oder schön – es gibt sie überall. Sie werden zum Beispiel an Hauswände oder an Brücken gesprayt. Meistens ist das verboten, denn es gibt wenig legale Flächen.

Doch nicht unserer Graffiti-Wand! Diese steht allen jungen Dynamo-Fans zur Verfügung. So gab es gestern trotz Regenwetters eine spontane Graffiti-Aktion in unserem Fantreff. Junge Dynamo-Fans hatten dabei die Gelegenheit, von erfahrenen Künstlern aus der Fanszene zu lernen.

Wer sich auch schon immer mal in Sachen Graffiti ausprobieren wollte kann gerne jeden Mittwoch (15 bis 22 Uhr) zu unserem offenen Treff im FANHAUS vorbeikommen!

Einweihung nach Umbaumaßnahmen

Am 23. Oktober wurden nach umfangreichen, vom Jugendamt Dresden finanzierten Umbaumaßnahmen auf dem Gelände des Fanprojekts Dresden eine neue Graffitiwand und eine Überdachung eingeweiht. Die alte Wand, die für Workshops genutzt wurde und als legale Graffitifläche für junge Dynamo-Fans diente, musste vor drei Jahren baufällig abgerissen werden. Die Vorfreude war so groß, dass noch bei der laufenden Montage der Wände bereits die ersten Motive von einigen Fans gemalt wurden. Die neue Fläche ist 18 Meter lang, 2 Meter hoch und kann von beiden Seiten genutzt werden.

Um 16 Uhr erfolgte die Eröffnung durch den Fanprojekt-Leiter Ronald Beć, der sich bei der Landeshauptstadt Dresden, allen beteiligten Firmen und den jugendlichen Fans bedankte. Diese packten in den vergangenen Wochen tatkräftig mit an, entfernten großflächig Pflastersteine, um die Fundamente gießen zu können, pinselten die Holzbalken der Überdachung und unterstützten engagiert einzelne Bauschritte. So war es auch nicht verwunderlich, dass das umgestaltete Außengelände am Eröffnungstag gleich in Beschlag genommen wurde. Auf der Vorderseite der Graffitiwand wurde ein großes „Eröffnungsbild“ erstellt, bei dem angeleitet von erfahrenen Graffiti-Künstlern auch jüngere Besucher des Fantreffs mitwirken konnten. Im Laufe des Tages schauten ca. 80 Gäste bei Eröffnungsveranstaltung vorbei. Für Speisen – sogar mit eigenem Grillstand – und Getränke sorgten an diesem Tag die beteiligten Firmen. Wir möchten uns – auch im Namen der jungen Dynamo-Fans – ganz herzlich für diese großzügige Geste bedanken!

Der Abend endete mit der Übertragung der Champions League, Lagerfeuer und der Erkenntnis, dass der nächste Sommer einige schöne Veranstaltungen auf dem Außengelände bereit halten wird.

Das Fanprojekt Dresden bedankt sich ganz herzlich bei:

  • Landeshauptstadt Dresden
  • Ruhsam+Ullrich Architekten und Ingenieure, insbesondere Dirk Weigelt
  • Zimmerei Böhme
  • Bauunternehmung Hartmann
  • Dresdner Bohrgesellschaft
  • Holzzentrum Wöhlk Dresden
  • Thomas Wagner
  • Stahlbau & Montagen Orbanz
  • Martin Groeger Elektro- und Solarstromtechnik
  • Fleischerei Fischer auf Rechenberg-Bienenmühle für die Delikatessen
  • dem tatkräftigen K-Block-Nachwuchs, der immer angepackt hat, wenn es gebraucht wurde, egal ob beim Umbau oder der Organisation der Einweihung