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Gastauftritt von „Spirit of Football“ im Lernzentrum

Am 06. und 07.10. besuchten uns vier motivierte Teamerinnen und Teamer von „Spirit of Football“ aus Erfurt und veranstalteten einen zweitägigen Workshop für die Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse der Oberschule Radebeul-Mitte.

Die zwei Tage im Rudolf-Harbig-Stadion standen unter dem Motto: „Fair Play Future“. Die zentrale Frage dabei war, wie eine gerechte und nachhaltige Zukunft aussieht und was die Klasse ganz konkret dazu beitragen und in ihrem Alltag umsetzen kann. Grundlage für die Diskussionen waren die drei Säulen: Vielfalt, Respekt und Teamwork. Auf diesen Grundprinzipien basierten auch die sportlichen und kreativen Angebote für die Jugendlichen.

Am ersten Tag wurde hinter der Tribüne des Stadions Fußball gespielt, die Regeln waren jedoch so ausgelegt, dass alle dabei Spaß hatten, egal ob Anfänger, Amateur oder Profi am Ball.

Der Leiter des Projekts, Andrew Aris, legte den Kids imaginäre Stolpersteine in den Weg. Während des ersten Spiels durften bei einem Team zwischenzeitlich nur die Mädels kicken und die Jungs mussten zusehen. Danach durfte eine Mannschaft nur in ihrer eigenen Hälfte bleiben, während das andere Team das komplette Spielfeld nutzen konnte. Hierbei wurde erfahrbar, wie Diskriminierung aussehen kann und wie es sich anfühlt, diese am eigenen Leib zu spüren.

Am Mittwoch ging es dann weiter mit mehreren Stationen zum Thema Umwelt und Klima. Dazu befasste sich die Klasse mit den 17 SDG´s (Sustainable Development Goals). Hierbei spielten Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Klasse und ihrem Alltag eine Rolle.

Das Team von Spirit zeigte den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten auf, um im Alltag etwas für das Klima zu tun, dabei wurden beispielsweise Alternativen für Plastiktüten oder Zahnbürsten diskutiert, sowie eine Suchmaschine vorgestellt, welche verspricht, bei einer gewissen Anzahl an Suchanfragen, Bäume zu pflanzen. Auch die Mülltrennung in den Klassenräumen und die Überfischung der Meere waren dabei heißdiskutierte Themen.

Im zweiten Teil des Tages probierten die Kinder sich im sogenannten „Fair Play-Theater“ aus. Hierbei wurde den einzelnen Kleingruppen zufällig eines der 17 Nachhaltigkeitsziele zugelost. Passend zu diesem Thema sollten sich die Jugendlichen einen kurzen Plot ausdenken, den sie dann der Klasse präsentierten.

Abschließend hielten sie ihre vielfältigen Ideen noch auf einer Leinwand fest und so konnte der „Spirit of Future“ mit nach Radebeul in das Klassenzimmer einziehen.

Wir bedanken uns bei den Erfurter Kollegen und Kolleginnen von „Spirit“. Es ist immer wieder eine große Freude mit euch zusammenzuarbeiten. Daher freuen wir uns schon auf den nächsten gemeinsamen Workshop im Dezember mit euch!

 

Ein fairer Start ins neue Schuljahr!

Nach einem scheinbar endlos laaaangen, halben Jahr Pause, kann das Lernzentrum „Denk-Anstoß“-Team mit Beginn des neuen Schuljahres wieder Workshops im Stadion durchführen. Dank eines gut durchdachten Hygiene-Konzeptes und der Unterstützung der Stadionprojektgesellschaft uns größere Flächen zur Verfügung zu stellen, ist es uns möglich, endlich wieder Schulklassen im Stadion begrüßen zu dürfen.

Erste Versuche sich in alten Mustern wieder zurechtzufinden gab es bei zwei Ein-Tages-Workshops mit zwei sechsten Klassen der Sabel Oberschule Freital. Vor der einzigartigen Stadionkulisse wurden heitere aber auch herausfordernde Teamaufgaben an die Klassen gestellt, bei denen die Schülerinnen und Schüler zusammenwachsen konnten aber auch Zeit und Raum hatten, Probleme im Klassenverband anzusprechen. Die wertschätzende Atmosphäre während der Workshops und die Faszination welche auch von einem leeren Fußballstadion ausgeht, haben die Projekttage insgesamt zu einem erfolgreichen und erhellenden Erlebnis für alle gemacht.

Es war schön, im Dynamo-Stadion, weil die Klasse ein bisschen mehr zusammengewachsen ist und auch was dazu gelernt hat.“ (Schülerin, 6.Klasse)

Die Woche darauf sind wir mit einem Drei-Tages-Workshop gleich wieder in die Vollen gegangen. Der Klassenzusammenhalt konnte hier auf unterschiedliche Weise gefordert und gefördert werden. Die Jungs und Mädels mussten bei Übungen wie dem „Lavafluss“ oder dem „heißen Draht“ unter Beweis stellen, dass sie sich als Gruppe verständigen und einigen können, um schließlich gemeinsam den Fluss zu überqueren und als Klasse ans andere Ufer zu gelangen. Eine ausgedehnte Stadionführung mit vielen spannenden Stationen regte zu zahlreichen Diskussionen an, über Fankultur, Gewalt und Zusammenhalt.

Am dritten Tag konnten wir unsere digitalen Möglichkeiten ausprobieren. Mittels Tablets haben die Schülerinnen und Schüler ihre ganz eigenen Vorstellungen von „Fair-Play“ formuliert und umgesetzt. Raus gekommen sind Foto-Storys im Comic-Stil zu fairem Verhalten im Sport, Toleranz und einem guten Miteinander im Alltag.

Insgesamt hatten die drei Klassen eine tolle Zeit im Stadion. Auch regelmäßige Stadionbesucher*innen, haben neue Ecken kennengelernt und spannende Hintergrundinfos bekommen. Darüber hinaus konnten sie als ein Team zusammenwachsen und starten nun gestärkt ins neue Schuljahr.

 

Es war echt spannend zu sehen, wie das Stadion von innen aussieht. Krass ist eigentlich zu sehen, wie wir als Klasse uns gegenseitig einschätzen…ich fand es gut, dass bei dem Teamspiel Jungs und Mädchen endlich zusammen gearbeitet haben und hoffentlich jetzt ein besseres Team geworden sind.“ (Schüler, 7. Klasse)

Wir bedanken uns bei den Schülern und Schülerinnen für den gelungenen Wiedereinstieg! Ein herzliches Dankeschön auch an die Projektgesellschaft für die unkomplizierte Bereitstellung größerer Räumlichkeiten. Auch wir gehen gestärkt ins neue Schuljahr und freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr im Stadion!

Grüße aus dem Fanprojekt

Immer im September besetzt das Fanprojekt Dresden seine FSJ-Stelle neu. Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr Adrian bei uns begrüßen zu dürfen. Wie immer gehört zum Einstieg in die Fanprojekt-Arbeit ein kleiner Text zur Selbstvorstellung:

Mein Name ist Adrian. Ich bin 18 Jahre alt und habe letztes Jahr im Juli mein Abitur absolviert.

Ursprünglich komme ich aus Köln und bin letztes Jahr im Sommer nach Dresden gezogen. Dank meiner Eltern bin ich allerdings schon seitdem ich denken kann Dynamo-Fan.

Da selber Fußball spielen nicht zu meinen Stärken gehört, gehe ich lieber zu Dynamo und schaue mir nahezu jedes Spiel im Stadion an.

Um nach dem Abi noch ein paar Erfahrungen sammeln und andere Perspektiven einnehmen zu können, habe ich mich dazu entschieden, ein FSJ zu absolvieren. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dieses im Fanprojekt Dresden antreten zu können.

Ich freue mich auf ein ereignisreiches und spannendes Jahr.

Bis dahin!

Adrian