Auszeichnungen:   Theodor-Heuss-Medaille 2008    |    EMIL - Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis 2008    |    Deutscher Lesepreis 2017    |    wirkt!-Siegel PHINEO 2019

Tag Archives: Workshop

Einweihung nach Umbaumaßnahmen

Am 23. Oktober wurden nach umfangreichen, vom Jugendamt Dresden finanzierten Umbaumaßnahmen auf dem Gelände des Fanprojekts Dresden eine neue Graffitiwand und eine Überdachung eingeweiht. Die alte Wand, die für Workshops genutzt wurde und als legale Graffitifläche für junge Dynamo-Fans diente, musste vor drei Jahren baufällig abgerissen werden. Die Vorfreude war so groß, dass noch bei der laufenden Montage der Wände bereits die ersten Motive von einigen Fans gemalt wurden. Die neue Fläche ist 18 Meter lang, 2 Meter hoch und kann von beiden Seiten genutzt werden.

Um 16 Uhr erfolgte die Eröffnung durch den Fanprojekt-Leiter Ronald Beć, der sich bei der Landeshauptstadt Dresden, allen beteiligten Firmen und den jugendlichen Fans bedankte. Diese packten in den vergangenen Wochen tatkräftig mit an, entfernten großflächig Pflastersteine, um die Fundamente gießen zu können, pinselten die Holzbalken der Überdachung und unterstützten engagiert einzelne Bauschritte. So war es auch nicht verwunderlich, dass das umgestaltete Außengelände am Eröffnungstag gleich in Beschlag genommen wurde. Auf der Vorderseite der Graffitiwand wurde ein großes „Eröffnungsbild“ erstellt, bei dem angeleitet von erfahrenen Graffiti-Künstlern auch jüngere Besucher des Fantreffs mitwirken konnten. Im Laufe des Tages schauten ca. 80 Gäste bei Eröffnungsveranstaltung vorbei. Für Speisen – sogar mit eigenem Grillstand – und Getränke sorgten an diesem Tag die beteiligten Firmen. Wir möchten uns – auch im Namen der jungen Dynamo-Fans – ganz herzlich für diese großzügige Geste bedanken!

Der Abend endete mit der Übertragung der Champions League, Lagerfeuer und der Erkenntnis, dass der nächste Sommer einige schöne Veranstaltungen auf dem Außengelände bereit halten wird.

Das Fanprojekt Dresden bedankt sich ganz herzlich bei:

  • Landeshauptstadt Dresden
  • Ruhsam+Ullrich Architekten und Ingenieure, insbesondere Dirk Weigelt
  • Zimmerei Böhme
  • Bauunternehmung Hartmann
  • Dresdner Bohrgesellschaft
  • Holzzentrum Wöhlk Dresden
  • Thomas Wagner
  • Stahlbau & Montagen Orbanz
  • Martin Groeger Elektro- und Solarstromtechnik
  • Fleischerei Fischer auf Rechenberg-Bienenmühle für die Delikatessen
  • dem tatkräftigen K-Block-Nachwuchs, der immer angepackt hat, wenn es gebraucht wurde, egal ob beim Umbau oder der Organisation der Einweihung

Rückblick „Iss dich fit“ & Urban Lines Workshop

09. Oktober, Vortrag „Iss dich fit!“ im Fanhaus mit Andreas Mittag
Nach dem gesunden Abendessen (Kartoffeln und Quark) startete der ehemalige Dynamo-Spieler Andreas Mittag gegen 19 Uhr mit seinem Vortrag. Als Einleitung diente ein kurzer Rückblick auf seinen Weg vom fleischeshungrigen Leistungssportler zum Heilpraktiker und Ernährungsspiezialisten. In den folgenden 90 Minuten konnten die Treffbesucher einiges über gesunde Ernährung und den menschlichen Stoffwechsel lernen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Vor allem Zucker, Säure und Fett stellen unseren Stoffwechsel vor Herausforderungen und sollten deshalb nicht im Übermaß verzehrt werden. Auch Fleisch (besonders Schweinefleisch) gehört laut Mittag nicht auf den täglichen Speiseplan.
Aber warum auf Zucker, Säure, Fett und Fleisch achten? Gerät der Stoffwechsel durch nicht ausgeglichene Ernährung dauerhaft aus dem Gleichgewicht, so kann dies langfristig zu großen gesundheitlichen Problemen führen: Diabetis, Übergewicht, Herzleiden, Schlaganfall. Die Liste ist lang. Vor allem junge Menschen – gerade Jungen und junge Männer – beschäftigen sich laut Mittag leider zu selten mit gesunder Ernährung. Aus diesem Grund freute er sich über das rege Interesse der ca. 30 jungen Dynamo-Fans im Treff. Eigentlich war eine Stunde geplant. Es wurden 1,5 Stunden. Es war ein spannender Vortrag, garniert mit einigen Anektdoten aus der aktiven Zeit von Andreas Mittag bei Dynamo. Außerdem gab es einige Tipps für gesunde Rezepte, z.B. Fenchelsalat mit Radieschen oder Avocado in sämtlichen Formen. Und praktischen Tipps. Beispielsweise empfiehlt sich für Kaffee-Trinker zu jeder Tasse ein Glas Wasser. Das beugt der Übersäuerung vor. Überhaupt bedeutet es keine komplette Umstellung der Ernährung, sich gesünder zu ernähren. Ausgewogene Ernährung ist laut Andreas Mittag ohnehin auf lange Sicht erfolgversprechender als Askese. Nach dem Vortrag gab es noch einige längere Gespräche. Herr Mittag trank dabei übrigens ein Radler.

16. Oktober, URBAN LINES mit dem Spike e.V.
Am vergangenen Mittwoch fand im Rahmen des offenen Treffs ein Urban Lines Workshop bei uns im Fanhaus statt, welcher von den fachkundigen Kolleginnen und Kollegen von Spike e.V. durchgeführt wurde. Interessierte Jugendliche konnten sich einen Einblick in dieses spannende Hobby verschaffen und sich beim Gestalten eigener Sticker oder beim Erschaffen von Characters und Comic-Figuren ausprobieren. Das Angebot wurde gut angenommen, circa 15 Jugendliche nutzten die Möglichkeit um kreativ zu werden. Sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene konnten von den Tipps und Tricks der Workshopleiter/innen lernen. Im Anschluss konnten einige sehr schöne Kunstwerke mit nach Hause genommen werden.

Vielen Dank an das Spike, es hat großen Spaß gemacht!

Kein Ball in Sicht

Seit nunmehr sechs Jahren arbeiten wir in unserem Lernzentrum „Denk-Anstoß“ mit Schulklassen. Kein Wunder also, dass wir in dieser langen Zeit auch schon viele liebe Menschen kennenlernen durften, die uns währenddessen bei unserer Arbeit unterstützt haben. Am gestrigen Montag besuchten uns zwei dieser Kollegen vom Bielefelder Verein für demokratisches Handeln e.V., um zum schauen, wie sich unser Lernort so entwickelt hat. Aber wenn man schon einmal hier ist, kann man ja auch gleich mit anpacken.

Und so gestalteten Doreen Wagner und Holger Wiewel gemeinsam mit einer siebten Klasse der Ernst-Rietschel-Oberschule Pulsnitz ein Blindenfußball-Projekt: Was bedeutet es, mit einer Sehbehinderung durch das Leben zu gehen? Auf welche Hilfsmittel bin ich angewiesen? Und – vor allem – wie spielt man Fußball, wenn man den Ball nicht sehen kann?

Der Workshop untergliederte sich in drei Etappen. Zunächst sollte sich die teilnehmende Klasse mit dem Begriff „Behinderung“ auseinandersetzten und erarbeiten, was ein Handicap ausmacht und wie viele Menschen damit leben. Der Theorie folgte jedoch schnell Bewegung. Mit Schlafmasken ausgestattet bekamen die Schülerinnen und Schüler danach die Gelegenheit, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie man sich ohne Sehsinn zurechtfindet. Schon hier zeigten sich viele hilfesuchende Gesichter: „Wie soll man mit diesen Masken denn bitte Fußball spielen?“ fragten mehrere Schüler verdutzt.

Um der Neugier Abhilfe zu verschaffen, ging es kurz darauf in die Turnhalle. Hier wurde dann für den Rest des Workshops Blindenfußball trainiert. Dies gelang der Klasse so schnell, dass gegen Ende des Tages sogar ein kurzes Spiel angesetzt werden konnte. Und obwohl dieses, verglichen mit den Profis, noch sehr zaghaft und vorsichtig gespielt wurde, war die Klasse am Ende doch sehr erstaunt, welchen Spaß Fußball auch machen kann, wenn kein Ball in Sicht ist.